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Elisabeth-Selbert-Schule mit Deutschem Schulpreis ausgezeichnet

BERLIN/HAMELN. Die Elisabeth-Selbert-Schule aus Hameln hat den Deutschen Schulpreis 2017 gewonnen. Verantwortliche der Berufsschule nahmen am Montag in Berlin die mit 100 000 Euro dotierte Hauptauszeichnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegen.

veröffentlicht am 29.05.2017 um 14:41 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 18:22 Uhr

Bei einer Festveranstaltung in Berlin wurden fünf weitere Preise von je 25 000 Euro für herausragende Unterrichtskonzepte vergeben, darunter auch an die Grundschule Borchshöhe aus Bremen.

An der berufsbildenden Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln werden knapp 2000 Schüler aus 34 Nationen in Fächern wie Agrarwirtschaft, Gesundheit und Pflege oder Sozialpädagogik unterrichtet. Ein Beratungsteam aus Lehrern, einer Pastorin und einem Sozialarbeiter bietet auch außerhalb des Unterrichts Hilfestellung, egal ob für minderjährige Mütter oder für Geflüchtete. „Durch das dichte Geflecht aus passgenauer pädagogischer Förderung und Fürsorge erzielen die Schüler hier Erfolge, die an anderen Schulen kaum jemand für möglich hielt“, hieß es von der Jury des Deutschen Schulpreises 2017.Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil war zum Finale des Wettbewerbs nach Berlin gekommen, um allen drei für den Hauptpreis nominierten niedersächsischen Schulen seinen Respekt und Dank für ihr Engagement auszudrücken. Neben der Selbert-Schule hatten auch die berufsbildenden Schulen Osterholz-Scharmbeck so¬wie das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium aus Osnabrück Chancen auf den Hauptpreis. Beide Schulen erhiel¬ten Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

Weil gratulierte in Berlin der Hamelner Delegation aus Schulleitung, Lehrkräften und Schü¬lern: „Dass erneut eine niedersächsische Schule als beste Schule Deutschlands ausge¬zeichnet wird, freut mich sehr und ist bemerkenswert. Das ist ein großartiger Erfolg für die Schule, aber auch schön für das Land Niedersachsen. Ich habe die Schule vor einigen Wo¬chen besucht und war sehr beeindruckt von der Arbeit des Kollegiums. Die Pädagogen kümmern sich besonders fürsorglich um jeden einzelnen Schützling und zwar sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts. Die Schule ist insbesondere auch in der Ausbildung und Vermittlung von jungen Flüchtlingen hoch engagiert. Dieses Engagement zahlt sich aus.“

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Montag, 14.45 Uhr: In Berlin wird der Sieger des Deutschen Schulpreises verkündet. Im Forum der Elisabeth-Selbert-Schule klatschen Schüler und Lehrer Beifall. Foto: wal

Mit ihrem Erfolg beim Deutschen Schulpreis mache die Elisabeth-Selbert-Schule auch positi¬ve Schlagzeilen für unser leistungsfähiges berufsbildendendes Schulwesen, das so vielen jungen Menschen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt eröffne, sagte Weil. „Auch darüber freue ich mich sehr, denn zu Unrecht stehen diese Schulen trotz ausgezeichneter Leistungen nur selten im Mittelpunkt der Öffentlichkeit“. Weil wandte sich aber auch an die jungen Men¬schen, die kurz vor dem ersten Schulabschluss stehen: „Viele niedersächsische berufsbil¬dende Schulen bieten zusammen mit ihren Partnern aus der Wirtschaft und staatlichen Ein¬richtungen sehr gute und fundierte Vorbereitung auf spannende Berufe. Schauen Sie sich um, die duale Berufsausbildung ist hoch attraktiv für junge Menschen.“

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gehörte ebenfalls zu den ersten Gratulantinnen. In ei¬nem Glückwunschschreiben an die Elisabeth-Selbert-Schule führt die Ministerin aus: „Schule des Jahres 2017 – eine Auszeichnung, die sich die Elisabeth-Selbert-Schule mit viel Enga¬gement und täglichem Einsatz verdient hat. Dafür gebührt Ihnen Dank und Respekt. Von dem engmaschigen Betreuungs- und Beratungsnetz, das Sie an der Schule geknüpft haben, profitieren alle Schülerinnen und Schüler. Mich freut zudem, wie vorbildlich Sie vor allem junge Flüchtlinge unterstützen und ihnen damit einen guten Start ins Berufsleben ermögli¬chen. Sie setzten dabei auf die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler – und auf die notwendige Unterstützung durch die Schule und die Lehrkräfte dabei, diese Schlüssel¬kompetenz für ein erfolgreiches Berufs- und Arbeitsleben auch tatsächlich einsetzen zu kön¬nen.“

Im Jahr 2016 hatte die Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf (Landkreis Grafschaft Bentheim) den Hauptpreis beim Schulpreis gewonnen. Erstmals ging dieser Preis 2007 für die Robert-Bosch-Gesamtschule aus Hildesheim nach Niedersachsen, 2011 war es die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen. Darüber hinaus waren Preis¬träger die Integrierte Gesamtschule Franzsches Feld aus Braunschweig (2006), die Schule am Voßbarg – Förderschule Lernen aus Rastede (2008) und die Braunschweiger Grundschule Comeniusstraße (2013).

Der mit insgesamt 265 000 Euro dotierte Schulpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen dieser Art in Deutschland. Wie die Robert-Bosch-Stiftung als Veranstalter mitteilte, bewarben sich dafür seit Start 2006 mehr als 2000 Schulen. Die Jury bewertet sechs Bereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. dpa

 



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