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Messe nicht mehr allein auf Solar spezialisiert / Gestern Fachtagung, morgen Mitmachaktionen mehrerer Autohersteller

Elektromobilität – neuer Schwerpunkt auf der Soltec

Hameln (ch). Für die Hamelner ist es noch immer die „Solarmesse“, doch tatsächlich präsentiert sich die 17. Hamelner Soltec, die gestern eröffnet wurde, als Messe für alle erneuerbaren Energien. „Umwelt, Energie, Zukunft“, lautet darum der neue Untertitel der Messe, die bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr im Hamelner Bürgergarten für Besucher geöffnet ist.

veröffentlicht am 08.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 14:41 Uhr

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„Solar ist nicht genug Futter“, begründet Frank Baumann, Geschäftsführender Gesellschafter der Expotec GmbH, die die Messe ausrichtet, die Entscheidung, die Messe thematisch auszuweiten. Bislang sei noch nicht abzusehen, welche der erneuerbaren Energien letztlich den Siegeszug antreten werde. Biomasse, Solarenergie, Wasserkraft, Windkraft oder Geothermie, vernachlässigbar sei bislang keiner der Zweige der erneuerbaren Energien. Trotz dieser Erweiterung des Themenfeldes sei die Messe insgesamt deutlich zielgruppenorientierter aufgestellt, sagt Baumann. „Wir wollen keine Rummel-Messe sein.“ Daher gelte: kleiner, feiner und dadurch für beide Seiten attraktiver. Dementsprechend sind weniger Aussteller vertreten als noch im Vorjahr, fachfremde Unterhaltungsangebote sucht man vergebens.

Dass dadurch der eine oder andere Besucher, der nicht aus besonderem fachlichen Interesse gekommen sei, sondern vornehmlich Unterhaltung erwarte, womöglich wegbleibe, nimmt er in der Hoffnung in Kauf, dadurch die fachliche Qualität für Aussteller und Verbraucher zu erhöhen. Weniger Quantität, mehr Qualität, lautet hier seine Überzeugung. Ein Aspekt, den auch Landrat Rüdiger Butte in seiner Eröffnungsrede zur Soltec ausdrücklich lobt. Es sei richtig, dass die Messe „entrümpelt“ worden sei, die Beschränkung auf das „Kerngeschäft“ richtig.

Mit Blick auf den Landkreis fordert er: „Klimaschutz braucht Kompetenz vor Ort“ und lobt das Engagement der Klimaschutzagentur Weserbergland und der Bioenergie-Region Weserbergland plus der Weserbergland AG. Gemeinsam veranstaltet diese die Fachtagung „Chancen und Nutzen von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien“, die im Rahmen der Soltec stattfindet. Die Bioenergie-Region Weserbergland plus unterstützt die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Nienburg und Schaumburg dabei, ihre regionalen Bioenergie-Potenziale zu nutzen, die Klimaschutzagentur Weserbergland informiert über Energieeffizienzsteigerung, besonders im Bereich der Gebäudesanierung. Hier bestünden noch große Einspar-Potenziale, wirbt der Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, Tobias Timm.

Auch die Stadt Hameln ist mit einem Stand auf der Messe vertreten und stellt Projekte im Bereich des Klimaschutzes und des Energiesparens vor, wie die Umrüstung der Straßenlaternen auf energiesparende LED-Leuchten.

Beim Rundgang über die Messe zeigt sich ein Schwerpunkt, der erstmals in dieser Größe auf der Messe vertreten ist: das Thema Elektromobilität. Die Volkswagen AG stellt mehrere Elektrofahrzeuge aus, das Autohaus Hild & Comp. den VW Up als Erdgasauto und die Firma Elektroma präsentiert den Opel Ampera als Elektrofahrzeug mit über 500 Kilometer Reichweite. „Es ist ein Thema, das noch in den Anfängen ist, aber kommen wird“, sagt Horst Meyer, Geschäftsführer der Firma Hild & Comp. Dafür sei es wichtig, das Thema den Verbrauchern näherzu-bringen.

Man habe sich entschlossen, das Thema, das zwar keine erneuerbare Energie sei, aber doch in den Bereich Energie, Umwelt und Zukunft gehöre, als einen Schwerpunkt bei der Messe mit aufzunehmen, bestätigt Baumann. Für die drei Tage dauernde Messe rechnet er mit 6- bis 7 000 Besuchern, im vergangenen Jahr waren rund 5000 Besucher zur Messe in den Hamelner Bürgergarten gekommen.

Neben der Möglichkeit, Elektrofahrzeuge auszuprobieren, gibt es verschiedene Vorführungen und Vorträge. So erklärt die Firma Phoenix Contact, wie Photovoltaikanlagen und elektronische Geräte vor einem Blitzeinschlag geschützt werden können, das Institut für Solarenergieforschung aus Emmerthal informiert über unterschiedliche Themen zum Bereich Solartechnik, und die Klimaschutzagentur gibt Tipps zur Optimierung von Heizungsanlagen und zu energetischer Sanierung. Das komplette Fachprogramm der Soltec im Bürgergarten gibt es im Internet unter www.soltec.de



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