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EKS erhält Zwei-Millionen-Euro-Auftrag am Schulzentrum Nord

„Elektro“ bleibt in Hameln

HAMELN: Das Hamelner Unternehmen EKS Elektroanlagen hat das bislang drittgrößte Gewerk – „Elektroarbeiten“ – gewonnen. Zusammen mit einem kleineren Gewerk bleibt eine Auftragssumme von über zwei Millionen Euro bei EKS und seinen Mitarbeitern. Dem unterschriebenen Vertrag war ein Rechtsstreit vorausgegangen, der bereits am Zeitplan für das Gesamtprojekt gekratzt hat

veröffentlicht am 04.09.2018 um 13:02 Uhr
aktualisiert am 04.09.2018 um 17:50 Uhr

Rupert Boelke von EKS Elektroanlagen ist derzeit am Schulzentrum Nord im Einsatz. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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André Koop und seine Leute mussten sich in den vergangenen Wochen in Geduld üben. Seit Anfang Juli aber sind sie endlich mit im Boot und versuchen, auf der Baustelle „Schulzentrum Nord“ so viel Zeit wie möglich gutzumachen: Das Hamelner Unternehmen EKS Elektroanlagen hat das bislang drittgrößte Gewerk – „Elektroarbeiten“ – gewonnen. Zusammen mit einem kleineren Gewerk bleibt eine Auftragssumme von über zwei Millionen Euro bei EKS und seinen Mitarbeitern.

Dem unterschriebenen Vertrag war ein Rechtsstreit vorausgegangen, der bereits am Zeitplan für das Gesamtprojekt gekratzt hat. Ein Wettbewerber, der die Elektroarbeiten gerne in seinen Auftragsbüchern gesehen hätte, hatte das Ausschreibungsergebnis, nach dem EKS auf Platz eins gelegen hatte, angefochten. Im monatlich vorgelegten Sachstandsbericht zum Baufortschritt erklärt die Stadtverwaltung seit einigen Wochen, dass „die Aufhebung des Vergabeverfahrens und das darauffolgende Nachprüfungsverfahren für die Elektroarbeiten zu weiteren zeitlichen Verzögerungen führt“. Diese könnten auch durch zeitliche Puffer nicht mehr kompensiert werden. Der Gesamtzeitplan werde jedoch zum jetzigen Zeitpunkt eingehalten. Letztlich hat der Mitbewerber seine Beschwerde vor der Vergabekammer in Lüneburg zurückgezogen.

„Holterdiepolter“ sei alles gegangen, erzählt EKS-Geschäftsführer Koop. Am 6. Juli sei der Auftrag erteilt worden, noch am selben Tag sei ein Monteur hingefahren und habe sich alles angeguckt. Weil EKS auch bereits den Baustrom und die Baubeleuchtung am Schulzentrum Nord installierte, war die Baustelle zumindest keine Unbekannte mehr. Jetzt sind zehn EKSler am Werk, die Koop bis zur Auftragserteilung auf anderen Baustellen „geparkt“ hatte, verbunden mit der Ankündigung: „Wenn das was wird, brauche ich die sofort wieder.“

Für das Hamelner Unternehmen, das 33 Festangestellte und vier bis sechs Zeitarbeiter beschäftigt, ist dieser „der größte Einzelauftrag“ der Unternehmensgeschichte. Weil der sich aber über zwei Jahre erstrecke und auf zwei Bauabschnitte verteile, bewege er sich wieder in einer Größenordnung, die dem Betrieb nicht unbekannt ist. „1,2 Millionen Euro Umsatz pro Jahr“ seien normal.

„Wir waren nervlich schon angespannt“, erzählt Koop, „und haben uns gefreut“, als der Auftrag in trockenen Tüchern war. Die Korken aber hätten noch nicht geknallt – keine Zeit – doch zum gemeinsamen Grillen auf der Baustelle sei schon eingeladen worden. „Wir sind ’n bisschen stolz auf solche Sachen“, sagt Koop über besondere Aufträge dieser Art. Einen davon können er und seine Mitarbeiter noch heute regelmäßig im Fernsehen angucken, zum Beispiel, als die Leichtathletik- EM dort stattfand: Vor 14 Jahren hatte EKS als Subunternehmer die Installation und Verkabelung der Flutlichtanlage im damals frisch renovierten Berliner Olympiastadion übernommen.

Jetzt werde am Schulzentrum Nord täglich versucht, aufzuarbeiten, was sich durch den Rechtsstreit verzögert hat. „Ich muss ja eine Installation hinkriegen, bevor der Putzer kommt“, sagt Koop über die Zeit und die nachfolgenden Gewerke, die ihm im Nacken sitzen.

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Sechs Millionen Euro bleiben hier

Die Gesamtauftragssumme am Schulzentrum Nord betrug im August gut 18 Millionen Euro. Von den 53 beauftragten Einzelgewerken werden 25 von heimischen Unternehmen erbracht. Etwas mehr als ein Drittel der Auftragssumme entfällt bislang auf sie. Wie viele Bewerbungen eingehen, hängt laut Stadtverwaltung immer stark vom Gewerk ab. Im Schnitt bewürben sich drei Unternehmen pro Auftrag – heimische Unternehmen seien aber nicht immer dabei.



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