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Stadt verspricht Ersatz

E-Ladesäulen statt Behindertenparkplätze

HAMELN. Super – besser gesagt Strom – für die einen, Ärgernis für die anderen: Dort, wo jetzt Fahrer von Elektroautos ihre Autos in der Stadt laden dürfen, konnten vorher Behinderte mit einem entsprechenden Ausweis parken. Die Stadt hat versprochen, Ersatz zu schaffen.

veröffentlicht am 09.01.2019 um 15:50 Uhr
aktualisiert am 09.01.2019 um 17:20 Uhr

Am Kastanienwall ist der Behindertenparkplatz, der vorher ganz rechts war, etwas weiter nach links verschoben worden – zwar in unmittelbarer Nähe, aber weiter weg vom nächsten abgesenkten Bordstein. Foto: bha
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Während am Kastanienwall ein Behindertenparkplatz in unmittelbarer Nähe des alten ausgewiesen wurde, hat sich die Situation für Rollstuhlfahrer am Bahnhof nun erheblich verschlechtert, wie Birgit Conetta erzählt. Ihr Sohn ist auf den Rollstuhl angewiesen.

„Der einzige einigermaßen brauchbare Behindertenparkplatz ist jetzt weg“, sagt sie über die Neuerungen am Bahnhofsvorplatz, wo im Wendebereich zwei Plätze für E-Autos geschaffen wurden (wir berichteten). Um von den anderen Behindertenparkplätzen, die weiter entfernt liegen, zum Bahnhof zu gelangen, müsse ein Rollstuhlfahrer zunächst über Kopfsteinpflaster fahren oder geschoben werden, entweder einen „viel zu hohen Bordstein“ hoch oder über die Straße auf den anderen Fußweg.

Überall, wo jetzt E-Ladeplätze sind und Behindertenparkplätze wegfallen, werde nach alternativen Stellflächen für Behinderte geguckt, verspricht die Stadt Hameln auf Anfrage. Dafür wünscht sich Birgit Conetta, dass die Belange der Behinderten stärker berücksichtigt werden – zum Beispiel „indem darauf geachtet: Wo ist der nächste absenkbare Bordstein?“ Oder auch: ausreichend Abstand zum nächsten Parkplatz. Jemand, der betroffen ist, sehe solche Dinge einfach mit anderen Augen und könnte sein Wissen und seine Erfahrungen gut an die Stadt weitergeben, findet sie.

Direkt habe sich die Verwaltung in diesem Fall nicht Rat von Behindertenverbänden geholt, sagt Sprecherin Janine Herrmann. „Allerdings haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder Hinweise bekommen, wo etwas verbessert werden könnte.“



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