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Privatmann hilft Stadt Hameln mit Spende eines „Armformers“ aus peinlicher Patsche

Eisenskulptur von Eg Witt verschwunden

Hameln/Rinteln (bha). Die Eisenskulptur „Armformer“ des Rintelner Künstlers Eg Witt zierte den Pferdemarkt in Hameln, dann ist sie verschwunden. Klaus Steffens hatte sie vor 14 Jahren als Chef des Energieunternehmens Wesertal der Stadt Hameln geschenkt: 2,10 Meter groß und 400 Kilogramm schwer. Jetzt will er die Geschichte wiederholen. „Ich habe bei Eg Witt eine gleichartige Skulptur gekauft und werde sie der Stadt ein zweites Mal schenken“, erklärte er.

veröffentlicht am 10.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 01:21 Uhr

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Die für die Stadt Hameln peinliche Angelegenheit scheint sich zum Besten zu wenden: Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann nimmt das Geschenk, das Klaus Steffens Hameln machen möchte, gerne an. „Ich bin ihm sehr dankbar“, sagt sie über den „honorigen“ Spender. Steffens hatte sich als Wesertal-Chef für Künstler starkgemacht, mehrere Ausstellungen im Unternehmensgebäude an der Bahnhofstraße organisiert.

Dass die Eisenskulptur offenbar aus einem Regal des Betriebshofes geklaut wurde, „ist mir schon unangenehm“, sagt Lippmann und spricht von einem „Malheur“, das laut Erschaffer Eg Witt einen Wert von 5700 Euro gehabt habe. Das Werk des Rintelner Künstlers sollte wieder an seinen Platz zurück. Früher hatte die Skulptur in dem Bereich zwischen Kolle und Kreishaus gestanden. Sie war abmontiert und eingelagert worden, als die Sanierung der Fußgängerzone am Pferdemarkt begann.

Von Egg Witts Skulptur mit dem Titel „Armformer“ existieren mehrere Exemplare – so genannte Multiples. Weil ein Exemplar sogar noch bei ihm zu Hause weilt, ist es kein Problem, sie nach Hameln zu überführen. „Der Betriebshof soll sie abholen“, sagt Lippmann. Wann, steht noch nicht fest. Auch der Tag, ab dem die Innenstadt wieder um eine Skulptur reicher sein wird, muss noch vereinbart werden. In jedem Fall soll der Name des Spenders auf einer Platte am Fuß der Skulptur angebracht werden.

Der Hamelner Steffens, selbst Freund der Witt’schen Kunst, hatte sich nach dem Zeitungsbericht über das ungeklärte Skulpturenverschwinden spontan bereit erklärt, der Stadt ein Geschenk zu machen. Neben ihm hätten auch andere Bürger bereits privat für die Fußgängerzone gespendet, erzählt Lippmann. In welchem Rahmen sich diese Summen aber insgesamt und einzeln bewegen, könne sie nicht sagen.

Die Stadt Hameln hat unterdessen angekündigt, dass sie einen Finderlohn zahlen werde, wenn jemand die verschwundene Skulptur tatsächlich entdeckt.

Eg Witt zeigt seinen in Hameln begehrten „Armformer“. Foto: tol

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