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15 Kinder schlüpfen im Museum in mittelalterliche Rollen

Einmal Gerber, Schmied oder Böttcher sein

Hameln. Wie spannend und zugleich lehrreich ein Besuch im Hamelner Museum sein kann, erlebten 15 Kinder im Rahmen einer Feriencard-Aktion. Der Museumsverein Hameln mit der Museumspädagogin Iris Stumpe hatten sie eingeladen zu einer „Zeitreise ins Mittelalter“. Dabei lernten sie nicht nur die Berufe der damaligen Zeit kennen, sie schlüpften auch in die Rolle eines Schusters, Kaufmanns oder Kunstschmiedes.

veröffentlicht am 08.07.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

Friedrich W. Thies
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Zunächst einmal erkundeten die Mädchen und Jungen die verschiedenen mittelalterlichen Berufe bei einem Rundgang durch Museum. Anschließend machten die Kinder das Museum lebendig: Sie wurden selbst zu Spinnerinnen und Webern, Gerbern, Böttcher und Schmied – und das mit richtigem Kostüm, Handwerkzeug und Gerätschaften. „Wir holen dabei durchaus unsere kleinen Schätze aus den Auslagen und geben sie den Kindern als Anschauungsmaterial“, betonte Stumpe. Denn die Feriencard-Kinder sollten den Museumsbesuchern erklären, was sie da gerade darstellen und was hinter den Berufen steckt. „Wie wir die Berufe in der Ausstellung dargestellt haben, das war richtig spannend“, sagte Kimberley (8). Viktoria wiederum fand es toll, dass sie sogar etwas verkaufen konnte. Sie stellte eine Kauffrau da. „Bei mir bekommt man schöne Stoffe, Felle, aber auch Gewürze“, erklärte die Siebenjährige. Erik (8) und Max (7) arbeiteten als Schuster und Gerber, während gleich um die Ecke Julia (6) und Jossi (8) als Spinnerinnen fleißig waren und Alexandra (7) und Ashley (6) etwas aus der Arbeit der Weber vorführten. Dann war da noch der Silberschmied: „Der macht für wohlhabende Leute Gefäße oder Leuchter, aber auch Löffel oder Gabeln aus Silber und Gold“, wusste Lukas (10), während Niklas und Philemon (beide 8) als „normale“ Schmiede Waffen, Ketten und Rüstungen herstellten.

Wichtig ist aber auch der Münzmeister, in diesem Fall Christoph (9), der erklärte: „Ich passe auf das Geld auf, muss es überprüfen. Wenn etwas nicht stimmt, melde ich das dem Bürgermeister.“ So gingen die kleinen Darsteller ganz in ihren Rollen auf und gaben bereitwillig Auskunft.

Zum Abschluss wurde dann noch gebastelt. Museumspädagogin Stumpe: „Wir bieten den Kindern drei Phasen an: Zum einem sollen sie etwas lernen, dann gibt es eine Aktion und dann wird noch etwas selber gestaltet.“ In diesem Fall ein Ledersäckchen, das natürlich auch gefüllt werden sollte: mit Münzen, die in den Museumsräumen versteckt waren.

Das Museum lädt an drei Tagen Feriencard-Kinder ein. „An einem haben wir uns im Grimm-Jahr mit Märchen und der Rattenfängersage beschäftig“, berichtet Stumpe. Die dabei gestalteten Figurentheater sollen in der Sonderausstellung gezeigt werden. Die dritte Veranstaltung unter dem Motto „Schatzsuche im Museum“ wird seit 15 Jahren angeboten. Hier sollen die Mädchen und Jungen das Museum entdecken und auf die Suche nach kleinen Schätzen gehen.



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