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Zweckbündnis „Mit Herz und Verstand für Hameln“ eint die Gegner der städtischen Planung

Einhelliges Nein zur neuen Fußgängerzone

Hameln (ni). Gemeinsam gegen die Neugestaltung der Hamelner Fußgängerzone, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Motiven – das war die Quintessenz eines langen Abends im Expo-Café der Jugendwerkstatt. Rund 70 Bürger waren dem Aufruf von „Frischem Wind“ und BUND zur Gründungsversammlung eines Zweckbündnisses gefolgt. Dessen erklärtes Ziel: möglichst viele Hamelner davon zu überzeugen, beim Bürgerentscheid am 19. April „mit Herz und Verstand für Hameln“ und deshalb mit „Ja“ zu stimmen.

veröffentlicht am 05.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 08:41 Uhr

J. Krellmann
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Das Pflaster soll bleiben, und die für das Projekt vorgesehenen fünf Millionen Euro wären an anderer Stelle besser investiert: Soweit herrschte Konsens unter den Erneuerungsgegnern. Doch mit jeder Stimme, die sich zu Wort meldete, löste der sich mehr auf. Und am Ende war’s ein Kessel Buntes, der an Anregungen, Kritikpunkten, Vorschlägen zusammenkam. Die stark vertretene „Linke“ argumentierte weniger gegen die bestehende Planung für die Fußgängerzone als vielmehr dafür, die fünf Millionen den bedürftigen Menschen in der Stadt zugutekommen zu lassen, soziale Einrichtungen zu fördern, die Schulspeisung zu finanzieren. Und „endlich einen Schutzschirm für die Menschen aufzuspannen“, die von Hartz IV und darum in Armut leben müssten, so Peter Kurbjuweit von den Linken.

Nicht die Umverteilung des Geldes, sondern die Verschiebung der Schwerpunkte in der Stadtplanung lag anderen Besuchern der Veranstaltung am Herzen. Dabei reichte das Spektrum dessen, was jeder einzelne für sich als wichtiger ansah, von der Forderung nach einer besseren Anbindung der Innenstadt an die Weser über eine stärkere Berücksichtigung der Belange der Radfahrer bis hin zur Sanierung der mittlerweile schon wieder sanierungsbedürftigen Fachwerkhäuser in Hameln.

Das demonstrative Zusammenrücken der Hamelner Politiker in Sachen Fußgängerzone wurde von den versammelten Gegnern eher negativ ausgelegt: als Frontmachen gegen die Kritiker, deren Sorgen, Bedenken und auch Vorschläge „die da oben“ einfach ignorieren. Die Vorsitzende der Kreis-Linken, Jutta Krellmann, erntete viel Beifall für ihren Appell an die Bürger, „die im Hamelner Rat nicht mehr vorhandene Opposition zu ersetzen“.

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