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Rathaus sieht Konkurrenz zu „guten und anerkannten“ Veranstaltungen

Einheitsfeier – Verwaltung ist skeptisch

Hameln. Hameln soll die deutsche Einheit feiern – in einer neuen Veranstaltung zum 3. Oktober im Weserbergland-Zentrum. So fordert es ein Antrag der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe im Rat. Die Einheitsfeier soll gemeinsam von den christlichen Kirchengemeinden und dem Hamelner Forum organisiert werden – „ unter Einbeziehung der Musikschule und der Hamelner Schulen“, wie es heißt.

veröffentlicht am 03.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:41 Uhr

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Wie viele andere kirchliche Feiertage solle auch der Tag der Deutschen Einheit „einen festen Platz“ in der Stadt bekommen. Eine offizielle Veranstaltung soll nun den „Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich geschichtlich zu informieren und dieses für die deutsche Geschichte wichtigen Tages zu gedenken“.

An diesem Donnerstag berät nun der Ausschuss für Familie und Kultur über den Antrag (16 Uhr, FiZ/Eugen-Reintjes-Haus, Osterstraße). Die Stellungnahme der Verwaltung zum Thema Einheitsfeier wird skeptisch ausfallen.

„Eine zusätzliche städtische Veranstaltung würde in Konkurrenz zu den guten, themenbezogenen und anerkannten Angeboten treten“, gibt die Verwaltung zu bedenken. So wird in der Marktkirche bereits am Vormittag des 3. Oktobers ein besonderer Gottesdienst gefeiert, der von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hameln (ACKH) vorbereitet wird. Die Stadt Hameln ist Mitglied der ACKH. Im Anschluss an den Gottesdienst findet jeweils eine öffentliche Gesprächsrunde im Haus der Kirche statt.

Am späten Nachmittag veranstaltet die Münstergemeinde zudem traditionell das Konzert zum Tag der Deutschen Einheit. „Das Konzert wird von der Stadt Hameln mit bis zu 550 Euro gefördert“, heißt es aus dem Rathaus.

Zudem würden in der Reihe des Hamelner Forums bereits jährlich anlässlich des Nationalfeiertags themenbezogene Vorträge oder Lesungen angeboten. Auch der ehemalige „Spiegel“-Chef Stefan Aust und der heutige Bundespräsident Joachim Gauck waren bereits zu Gast. Die interessierten Bürger fühlten sich „an die traditionellen Anbieter gebunden und dürften für eine weitere Veranstaltung schwer zu gewinnen sein“, vermutet die Verwaltung.

Zwischen 4000 und 10 000 Euro dürfte eine neue Veranstaltung zum Einheitstag kosten, kalkuliert das Rathaus grob. 4000 Euro werden – so der Vergleichswert – für die jährliche städtische Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar aufgewendet.



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