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Bei Shadowland im Theater Hameln darf auch ein Zuschauer mitspielen

Eingetaucht in die Welt der Schatten

Hameln. „Das war der Hammer“, sagt Ralf Glüsen. Der Hamelner sucht nach Worten, die Begeisterung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Glüsen durfte am Samstagabend Backstage bei dem berühmten Schattentheater „Shadowland“ des „Philobolus Dance Theatres“ aus den USA ein klein bisschen Bühnenluft schnuppern. Nach Auftritten rund um den Globus sind die Tänzer derzeit auf Europatournee. Die Hamelner haben diesen Leckerbissen richtig erkannt, denn in der Rattenfängerhalle trat die zwölfköpfige Tanzformation vor vollem Haus auf.

veröffentlicht am 17.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Birgit Sterner
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Fortuna war Glüsen wohlgesonnen, denn als Gewinner des Quiz unserer „Komm mit“-Veranstaltungsbeilage bekam er zwei Statistenrollen. Am Anfang und am Ende des rund 90-minütigen Stückes hatte der Laiendarsteller seinen kleinen Einsatz. Zunächst leistete er seinen Schattenbeitrag sitzend als Cafébesucher,, später stolzierte er als Tourist durchs Bild. Glüsen hat es gut gemacht. „Im Gegensatz zu mir waren die Tänzer völlig entspannt“, lobte er hinterher.

Dass der eigene Schatten, übrigens die einfachste Form eines Schattens, das Spiegelbild der Seele oder des Ichs sein könnte, hatte sich das Philobolus Dance Theatre für den Inhalt des Stückes zunutze gemacht und eine Geschichte mit Happy-End konstruiert. Im Stück wird der Zuschauer teilweise bewusst in die Welt der Schatten hineingezogen. Eine heruntergelassene Leinwand oder plötzlich auftauchende, weiß bespannte Wände taten ihr Übriges. Interessant und fesselnd die teilweise bewusst gewählten Blicke vor und hinter die Leinwand und die unmittelbar vor den Augen der Zuschauer erzeugten Schatten. Wer genau hingeschaut hat, hat bemerkt, dass die Kompanie auch Elemente des Balletts geschickt genutzt hat. In unzähligen Szenen verschmelzen Körper kurzweilig immer wieder hinter beleuchteten Leinwänden zu den unterschiedlichsten Formen. Mit Akrobatik und Grazie werden vor der Leinwand scheinbar mühelos Körper von Körpern getragen. Menschen werden im Köperknäul zu Gegenständen, Pflanzen oder Fantasiegebilden. Inhalt des Stückes: Ein pubertierender Teenager verwandelt sich in seinem Traum zu einem weiblichen Hundemenschen und geht auf eine weite Reise ins Land der Schatten. „Das war mal etwas ganz Anderes“, lobte Antje Rothe aus Bad Münder, die mit Ehemann und ihrer Mutter Irene Krystofiak gekommen war. „Wir lösen heute das Geburtstagsgeschenk an meine Mutter ein.“ „Es war ein ganz wunderbares Geburtstagsgeschenk“, fand diese, auch wenn die eigentliche Feier ja schon einige Wochen zurückliegt. Jule Pawelzik war mit Mama Jana und Oma Regine gekommen. Die Achtjährige war einige von den wenigen Kindern in den Zuschauerreihen, Auch ihr Urteil: Super! Das war typisch für das Stück, das gleichzeitig etwas vor und hinter der Leinwand gezeigt wird.

Ein Gewirr von Körpern im Schattenreich. git (2)



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