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Mit Bahnhof- und Deisterstraße zeigt Hameln seinen Besuchern die dreckigste Seite

Einfallstor verkommt zur Schmuddelecke

Hameln (CK). Wenn der Vorgarten eines Hauses dessen Visitenkarte ist, dann sind es in Hameln die Einfallstraßen, durch die Besucher ihren Weg in die historische Innenstadt nehmen – Autofahrer kommen über die B 217 auf der Deisterstraße, Bahnfahrer zu Fuß über Bahnhof- und Deisterstraße. Für alle aber gilt: Das Tor zur Innenstadt wirkt abschreckend.

veröffentlicht am 11.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 15:41 Uhr

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Schon die Bahnhofstraße zeigt sich alles andere als einladend. Besonders in ihrem hinteren Teil häuft sich der Müll, schreckt das frühere Café Quante, das seit vielen Jahren leersteht, mit seinen zugeklebten Scheiben regelrecht ab. Ulrich Kross aus Hamburg, der zurzeit in Hameln zu Besuch ist, meldete sich gestern am Lesertelefon der Dewezet. Wie viele andere Gäste, die über die Bahnhofstraße in Richtung Innenstadt gehen, findet er es hier „nicht ansehenswert“; der verdreckte Leerstand des Cafés, das er noch von früher her kennt, sei alles andere als ein Hingucker, bemängelt der Hamburger.

Noch schlimmer wird’s, wenn Besucher links um die Ecke gehen: Die Deisterstraße scheint die Müllkippe schlechthin zu sein. In etlichen Hauseingängen und keineswegs nur in denen der leerstehenden Geschäfte, sammelt sich der Unrat, der offenbar von niemandem aufgehoben wird. Ob alte Zeitschriften, Werbeprospekte, Pizzakartons oder Coffee-to-go“-Becher“ – was hier herumliegt und vom Wind oft nur ein, zwei Häuser weitergeweht wird, würde vermutlich mühelos einen Container füllen. Besonders vor dem Gebäude, in dem einst eine Zoohandlung untergebracht war, türmt sich der Müll von Wochen. Das Schild mit der Aufschrift „Gewerbeflächen zu vermieten“ mutet angesichts dessen schon fast grotesk an. Wie überhaupt mehrere solcher Schilder zum Straßenbild gehören und um potenzielle Kunden werben – angesichts des Schmuddel-Umfeldes aber wohl ein eher hoffnungsloses Unterfangen. Für die in der Deisterstraße ansässigen Gemüsehändler und den Bäcker scheint es ein hoffnungsloses Unterfangen, ihren Eingangsbereich sauber zu halten. Kommt hinzu: Heruntergekommene Häuser wie das ehemalige Kino und das gegenüberliegende Eckhaus sowie die unvermeidlichen Spielhallen verstärken den Eindruck, dass Hamelns „Visitenkarte“ dringend einer Auffrischung bedarf.

Seit Jahren schon steht das ehemalige Café Quante am Ende der Bahnhofstraße leer. Die zugeklebten Scheiben locken vermutlich keinen neuen Mieter an. Und in vielen Hauseingängen an der Deisterstraße liegt der Müll von Wochen.

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Fotos: Dana



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