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Mutiger Ratsbeschluss bewahrt 1984 das Industriebauwerk vor dem Abriss / Kulturelle Nutzung

Eine Wesermühle wird zum Domizil für Bücher

Als 1984 der Hamelner Rat beschließt, die Pfortmühle zu erhalten, ist dies eine mutige und optimistische Entscheidung, befindet sich der mächtige fünfgeschossige Industriebau aus dem Jahre 1895 doch in einem wenig einladenden baulichen Zustand. Doch die Stadtbücherei im Hochzeitshaus platzt aus allen Nähten, braucht dringend ein neues Domizil und die ehemalige Weser- oder Fischpfortenmühle, die später nur noch Pfortmühle genannt wird, scheint geeignet. Fördergelder von Bund und Land fließen: Für insgesamt 9,2 Millionen D-Mark wird die ehemalige Roggenmühle saniert und umgebaut, die Bücherei dort eingerichtet und der markante Ziegelbau aus Hamelns Mühlen-Ära am 4. Mai 1990 seiner neuen kulturellen Bestimmung übergeben. Von Musik- und Kinderbüchern in der ersten Etage, wo sich auch die Artothek befindet, über Sachliteratur in der zweiten bis hin zur Belletristik im dritten Stock finden Leseratten dort (fast) alles, was ihr Herz begehrt.

veröffentlicht am 09.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Der Bestand an Büchern, der 1989 noch rund 71 000 Exemplare umfasst, wächst und wächst. Heute beträgt er knapp 130 000 Bücher. Die Zahl der Entleihungen steigt im selben Zeitraum von 25 000 auf durchschnittlich 380 000 bis 400 000 jährlich. „Und in diesem Jahr werden wir erstmals die 400 000er-Marke knacken“, ist Büchereileiter Bernhard Greten zuversichtlich. Am intensivsten wird das Angebot von Frauen und Kindern genutzt.

Nicht nur die Stadtbücherei hat in dem denkmalgeschützten Industriebau ihr neues Domizil gefunden – auch Stadtarchiv und Kulturbüro sind dort eingezogen. Und im Erdgeschoss gibt es ein Restaurant, wo man heute noch ein Stück Technikgeschichte bewundern kann: eine Stromerzeugungsmaschine von 1912 mit mächtigem Schwungrad. Strom wird an der Pfortmühle übrigens immer noch erzeugt: Die Stadtwerke betreiben dort eine Turbine.

Von der Pfortmühle aus überschaut man den zentralen Omnibusbahnhof und den hinteren Teil der Stadt-Galerie.

2 Bilder

Flussaufwärts schweift der Blick über die Altstadt zum Münster. Bei extremem Hochwasser wird die Weserpromenade an dieser Stelle zum neuralgischen Punkt.



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