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Rechnungshof stellt Oberschule infrage / Morgen Debatte im Rat

Eine weiterführende Schule zu viel?

Hameln. Die Schulen stehen im Mittelpunkt, wenn morgen der Hamelner Rat zu seiner zweiten Sitzung des Jahres zusammenkommt. Dann geht es etwa um den zu erarbeitenden Schulentwicklungsplan, um Ganztagsbildung und auch um Schulhausmeister. Und vorgestellt werden auch die Ergebnisse der Prüfung des Landesrechnungshofes zum Thema „Schulentwicklungsplanung für allgemeinbildende Schulen des Sekundarbereichs I und II“.

veröffentlicht am 10.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:03 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Drei Landkreise hatte die Landesbehörde ausgewählt – darunter Hameln-Pyrmont. Die Kreise Diepholz und Northeim machen das Trio komplett. Eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung wird den Schulträgern in Hameln-Pyrmont von den Prüfern dringend empfohlen. Doch an der arbeiten diese ja nun ohnehin.

Für die Stadt Hameln stellen die Prüfer fest, dass die Schülerzahlen von 2012 bis 2021 sinken werden – um 9 Prozent: von 5455 auf 4976 Schüler. Andernorts fällt der Rückgang indes deutlich drastischer aus. In den vom Landkreis Hameln-Pyrmont getragenen Schulen sollen es etwa 24 Prozent weniger sein, in Bad Pyrmont die Schülerzahl gar um zirca 29 Prozent sinken. Unter dem Strich verzeichnet kein Schulträger der Prüfung einen geringeren Rückgang der Schülerzahl als die Stadt Hameln.

Aber auch in der Weserstadt bleibt das Schrumpfen der Jahrgänge nicht folgenlos: Eine der sieben aktuell von der Stadt getragenen weiterführenden Schulen könnte in Zukunft überflüssig sein. Abgefragt wurden die tatsächlichen Schülerzahlen bis 2012 sowie die erwarteten für 2017 und 2021. Für eine der beiden Oberschulen – Pestalozzi und Wilhelm Raabe – wird es demnach ab 2017 eng. Jeweils 49 Fünfklässler werden in beiden Oberschulen für 2021 angenommen – da würde eine Schule ausreichen. Den Hamelner Gymnasien, mahnt der Bericht zudem, könnten zusätzliche Integrierte Gesamtschulen im Landkreis Konkurrenz bereiten.

Eine „akute Handlungsverpflichtung“ sehen die Prüfer allerdings in Hameln nicht, resümiert die Stadtverwaltung zufrieden. Die Mindestanforderungen gemäß der niedersächsischen Verordnung für die Schulorganisation blieben weiterhin erfüllt. Für andere Standorte hingegen werden mitunter deutliche Mahnungen ausgesprochen, so – wie bereits seit Wochen diskutiert – in Aerzen und Emmerthal.

Die Hamelner Verwaltung wertet das Ergebnis aus Hannover dann auch als Erfolg. Der Landesrechnungshof träfe für die Stadt als Schulträgerin „keine Aussagen bezüglich Einsparpotenzial“, heißt es in der Mitteilungsvorlage aus dem Rathaus, „das heißt im Umkehrschluss, dass die Stadt Hameln ihre Schullandschaft gut aufgestellt und in diesem Kontext gut gewirtschaftet und nachhaltig geplant hat“. Auch die stellvertretende Sprecherin der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe im Rat, Ursula Wehrmann, meint: „Hameln hat seine Hausaufgaben gemacht.“ Die Grüne fügt hinzu: „Anders sieht es für den Landkreis aus.“

Termin: Ratssitzung am morgigen Mittwoch ab 18 Uhr im Weserbergland-Zentrum.



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