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Der Ortsrat reagiert verärgert und kämpft gegen eine Schließung

Eine Schule – zwei Standorte: Schlechte Karten für Haverbeck

Haverbeck (gro). Ortsbürgermeister Thorsten Sander ist verärgert, die Mitglieder des Ortsrates sind nicht minder verstimmt. Immer wieder, schimpfen die Haverbecker Kommunalpolitiker, werde Halvestorf über Haverbeck gestellt. Hintergrund des Zorns: der Schulentwicklungsplan der Stadt Hameln.

veröffentlicht am 27.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 02:41 Uhr

Wird dieser Standort der Schule am Mainbach in Haverbeck bald ge
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Wie Hans Bolte, Leiter der Schulabteilung, dem Ortsrat jetzt erläuterte, wird in dem Plan nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung empfohlen, die Grundschule in Haverbeck zu schließen – ab 2014/2015, eventuell sogar schon 2011/2012. Bislang gibt es unter dem Dach der Schule am Mainbach zwei Standorte, einen in Haverbeck und einen in Halvestorf. Zwei Standorte, so Bolte, werde man künftig nicht mehr halten können, die Prognosen für Haverbeck seien schlecht. Für 2010 gebe es lediglich 25 Neuanmeldungen. Dem widersprach allerdings Schulleiterin Agnes Wulff. Ihr lägen 32 Anmeldungen vor.

Ausdrücklich stellte Bolte aber klar: „Das Papier ist keine Beschlussvorlage.“ Der Schulentwicklungsplan habe die Zielsetzung, die Entwicklung der Schülerzahlen darzustellen und bei Handlungsbedarf aufzuzeigen, welcher Schulstandort geschlossen werden müsse. Erfahrungs- und Geburtenzahlen ließen den Schluss zu, dass bei einer Einzügigkeit der beiden Standorte der Schule Am Mainbach nur einer verbleiben könne – und das sei Halvestorf. Der habe den Charme, an den Kindergarten angegliedert zu sein, zudem könne dort im Falle eines größeren Platzbedarf bei steigenden Schülerzahlen besser ausgebaut werden. „Wir stellen die Schule Am Mainbach nicht infrage“, unterstrich Bolte. Aber es seien zwei Standorte. Da müsse die Frage erlaubt sein, ob man sich das noch leisten könne. Bolte betonte aber auch: „Wir machen nicht den einen Standort platt, um den anderen auszubauen.“ Die Politik habe einen Vorschlag gefordert, er habe die Fakten geprüft und sei schließlich zu diesem Ergebnis gekommen. Sein Schlusssatz: „Es ist aber bei Leibe noch keine Entscheidung getroffen.“ Über den Plan werde im November beraten und beschlossen.

Ortsbürgermeister Torsten Sander erinnerte daran, dass in der Schule in Haverbeck erst eine neue Heizung eingebaut worden sei, außerdem eine Buslinie eingerichtet wurde. Lachemer Kinder würden die Schule und den Spielkreis im Ort besuchen, die dann wohl nach Hemeringen oder Hessisch Oldendorf abwandern würden. Immer wieder werde eine Schließung der Haverbecker Schule aus dem Hut gezaubert – das nerve. Zudem sei eine Schulschließung keine gute Werbung für die neuen Baugebiete in Haverbeck. Einstimmig beschloss der Ortsrat schließlich, die Schließungsempfehlung für den Schulstandort Haverbeck aus der Verwaltungsvorlage herauszunehmen und alternativ dazu eine jährliche Prüfung der Standorte anhand aktueller Schülerzahlen vorzusehen.



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