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Freunde und Weggefährten sind fassungslos angesichts des Todes von Rüdiger Butte

Eine Region in Schockstarre

Die Nachricht, dass Rüdiger Butte, Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont, gestern Vormittag erschossen worden ist, hat in der Region Fassungslosigkeit ausgelöst. Ein Überblick über die Reaktionen:

veröffentlicht am 27.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Boris Pistorius, Landesinnenminister: „Ich bin fassungslos und erschüttert. Mir fehlen die Worte nach solch einer grausamen Tat. Rüdiger Butte war ein geradliniger, kompetenter und erfahrener Kommunalpolitiker sowie ein ausgewiesener Kriminalist und allzeit geschätzter Kollege in der Polizei. Ob als Leiter des Landeskriminalamtes oder als Landrat – er war immer mit Herz bei der Sache. Seine Lebensfreude war ansteckend, seine Zuverlässigkeit allzeit geschätzt. Er wird uns überall fehlen. Meine Gedanken sind insbesondere bei seiner Frau und der Familie.“

Björn Thümler, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion: „Im Namen der CDU-Landtagsfraktion möchte ich seiner Familie unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen. Wir sind erschüttert über diese furchtbare Tat.“

Christian Dürr, FDP-Fraktionsvorsitzender im Landtag: „Mit Entsetzen haben wir vom gewaltsamen Tod Rüdiger Buttes erfahren. Wir sind fassungslos und tief bestürzt. Die FDP-Fraktion spricht seiner Familie ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.“

Hanne Modder, die Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag: „Mit großem Entsetzen haben wir vom tragischen Tod unseres Freundes Rüdiger Butte erfahren. Er bleibt uns in Erinnerung als Menschenfreund und sehr geschätzter Landrat. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern.“

Anja Piel, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag: „Der gewaltsame Tod von Rüdiger Butte hat mich und alle, die ihn kannten, fassungslos gemacht. In seinen verschiedenen Funktionen habe ich ihn als einen klugen Politiker, überzeugten Demokraten und verlässlichen Menschen schätzen gelernt.“

Susanne Lippmann, Hamelner Oberbürgermeisterin, die Butte noch am Donnerstag getroffen hatte: „Man hört das nur bei anderen. Ich denke jetzt vor allem an seine Frau“, so die Oberbürgermeisterin angesichts der „dramatischen Lage“, die nach ihren Worten das gesamte Rathaus in einen Schockzustand versetzt hat.

Jörg Farr, Landrat des Kreises Schaumburg: „Ich bin geschockt, mehr kann ich derzeit gar nicht sagen. Ich kannte nicht nur Rüdiger Butte, sondern auch Teile seiner Familie. Bei ihr bin ich in Gedanken ebenso wie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreishauses, die auch unter diesem Verlust leiden.“

Angela Schürzeberg, Holzmindener Landrätin: „Das geht mir sehr nahe, ich bin persönlich sehr betroffen.“ Schürzeberg, die Rüdiger Butte aus Negenborn seit Jahren kennt und zuletzt einen hilfsbereiten, offenen Kollegen kennenlernen durfte: „Mir ist klar geworden, dass man nicht weiß, was man bei anderen auslöst, wie sicher man sich aufstellen muss. Wir sind eine Ordnungsbehörde und treten manchmal Menschen auf die Füße.“ Über Rüdiger Butte sagt sie: „Wir haben in enger Nachbarschaft zusammengearbeitet und waren sehr gut miteinander im Gespräch.“

Uwe Schünemann, ehemaliger Landesinnenminister: „Rüdiger Butte war ein geradliniger, durchsetzungsstarker Behördenleiter des Landeskriminalamtes und mir gleich zu Beginn meiner Amtszeit als Innenminister ein guter Ratgeber. Mich hat die hohe Akzeptanz der Bevölkerung beeindruckt, die Butte als Landrat genoss, und das, obwohl er nicht aus dem Kreis Hameln-Pyrmont kam. Er hat alles darangesetzt, klare Entscheidungen zu treffen, die Hameln dienen. Sicher hat er Ecken und Kanten gehabt, aber er hat immer mit offenem Visier gearbeitet. Er war ein Familienmensch. Sein Tod ist ganz bitter, für mich unfassbar.“

Hermann Harling, Bürgermeister in Negenborn: „Die Betroffenheit der Menschen hier im Dorf ist groß. Wir trauern um Rüdiger Butte auch als engagierten Kommunalpolitiker. Als es seine Zeit noch zuließ, war er stellvertretender Vorsitzender des VfB Negenborn und Trainer. Die Bürger haben es ihm hoch angerechnet, dass er auch als Landrat in Hameln-Pyrmont stets Negenborner geblieben ist.“

Gabriele Lösekrug-Möller, SPD-Bundestagsabgeordnete: „Er war so warmherzig und gradlinig, und das hat ihn zu einem großartigen Landrat gemacht. Man kann es gar nicht fassen, dass es ihn nicht mehr gibt.“

Ulrich Watermann, SPD-Fraktionschef im Kreistag Hameln-Pyrmont und enger Freund Buttes: „Ich bin fassungslos und kann noch gar nicht begreifen, was passiert ist“, sagt er mit tränenerstickter Stimme. Der heimische Landtagsabgeordnete aus Bad Pyrmont spricht von einem großen Verlust für Hameln-Pyrmont: „Rüdiger Butte hat den Landrat in die Region getragen, weil er das Amt so bürgernah gestaltet hat. Und nun ist er ein Opfer dieser Bürgernähe geworden – das ist schon grotesk.“

Otto Deppmeyer, Fraktionsvorsitzenden der CDU im Hameln-Pyrmonter Kreistag: „Für so eine Tat kann es keine Begründung geben.“ Weiter mochte Deppmeyer sich nicht äußern, sprach aber der Ehefrau und Familie von Butte sein tiefes Mitgefühl aus.

Dr. Helmut Burdorf, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag: „Das ist eine menschliche Katastrophe und reißt eine Riesen-Lücke.“ Burdorf, der ebenfalls der Familie sein Mitgefühl ausspricht, befürchtet nach Buttes Tod jetzt „Stillstand“ auf Kreisebene.

Heinrich Fockenbrock, Fraktionsvorsitzender der FDP: „Er hat sein Berufsleben als Polizist unbeschadet überstanden, jetzt ereilt ihn im zivilen Leben ein solches Schicksal. Das ist unfassbar und tragisch“, so Fockenbrock, der früher selbst hoher Polizeibeamter war. Der Tod Buttes treffe alle – „mich, meine Frau, die Fraktion, den ganzen Landkreis“.

Jutta Krellmann, Bundestagsabgeordnete der Linken, und Peter Kurbjuweit, Kreisvorsitzender: „Unser Landkreis hat einen verlässlichen, tatkräftigen Landrat verloren. Wir sprechen seiner Frau und der ganzen Familie unser Mitgefühl aus.“

Konstantin Grosch, Kreistagsabgeordneter der Piraten: „Das ist entsetzlich“, sagt er. Er habe Butte als eine aufgeschlossene, vertrauenswürdige Person kennengelernt; ein Landkreis ohne Rüdiger Butte sei für ihn gar nicht vorstellbar.

Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Ich bin erschüttert. Rüdiger Butte war in seiner Polizeidienstzeit ein überaus fachkundiger und sehr akzeptierter Fachmann in Fragen der inneren Sicherheit. Als langjähriges Mitglied der Gewerkschaft der Polizei, der er auch in seiner Tätigkeit als Landrat treu geblieben ist, hat er stets die Interessen der Menschen in der Polizei mit im Fokus gehabt. Wir haben einen Freund verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“

Friedrich-Wilhelm Kaup, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Weserbergland, deren Gewährsträger der Landkreis ist, war ein enger Freund von Butte: „Wir sind geschockt, tief bewegt und gelähmt. Die Erinnerungen sind bei den letzten Bildern von gestern Abend, kurz nach 20 Uhr, wo wir uns im Pkw zuwinkend nochmals verabschiedeten“, so Kaup mit tränenerstickter Stimme. Vorstand und Vertreter der Sparkasse waren von Dienstag bis Freitag beim Deutschen Sparkassentag in Dresden gemeinsam mit Butte, der gleichzeitig Verwaltungsratsvorsitzender gewesen ist. „Unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau Renate und ihren Plänen. Ihr und der gesamten Familie gilt unser tiefes Mitgefühl. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Weserbergland sind sehr, sehr traurig“, so Kaup. „Was dieser Verlust bedeutet, können wir heute noch gar nicht beurteilen.“

Martina Keese, zweite Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes, dessen Kreisvorsitzender Butte war: „Mit unseren Gedanken sind wir bei der Familie des Verstorbenen. Wir können das Geschehen noch nicht begreifen.“

Trauer in Stadt und Land: Vor dem Pyrmonter Rathaus werden die Fahnen auf Halbmast gesetzt. jl



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