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Quartett LaLeLu entzündet am Silvesterabend im Hamelner Theater ein doppeltes Comedy-Feuerwerk

Eine Rakete nach der anderen

Hameln. „Das ist echt mal was anderes als die obligatorische Fledermaus.“ So kommentiert einer der Zuschauer zur Pause das Silvester-Spektakel im Hamelner Theater. Gleich zweifach lässt es dort die Hamburger A-Cappella-Comedy-Gruppe LaLeLu ordentlich krachen. Als vorweggenommenes Feuerwerk ab 18 Uhr und – mit einer Unterbrechung für die wirkliche Silvester-Knallerei draußen – ab 22 Uhr. Was die durchweg betagteren Semester im fast ausverkauften großen Haus zu sehen und insbesondere zu hören bekommen, ist eine zündende, sehr explosive Mischung aus musikalischer Comedy, erstklassigen Parodien und originell aufbereiteten Songs.

veröffentlicht am 01.01.2015 um 19:43 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Schon seit 19 Jahren hat sich das Quartett dem mit reichlich Witz und Charme angereicherten Gesang ohne instrumentaler Begleitung verschrieben. Dass es dabei jenseits aller sonst üblichen Comedy-Plattheiten inhaltlich äußerst geschickt agieren, muss am Silvesterabend in der ersten Reihe zunächst Thomas Freund aus Blomberg erleben: Er wird unversehens zum Gegenstand einer schwungvollen Gesangsnummer.

Gesangstechnisch perfekt, mit extrem hohem Originalitätsfaktor, fällt auch die Hommage an Georg Philipp Telemann aus, den großen Sohn der Hansestadt. Dessen gesungene, natürlich nur mit Stimmen im Stil barocker Musik begleitete Kontaktanzeige begeistert das Publikum. Und auch bei der Umsetzung eines der Bundeskanzlerin in den Mund gelegten, sehr witzig vertonten Gedichtszyklus mit Werken unter anderem von Ernst Jandl und Ror Wolf hält sich das Publikum mit seiner Begeisterung nicht zurück.

Ob nun die vor Erotik triefende Gesangsnummer „Hot Stuff“ der aus Finnland stammenden Sanna Nymann oder die Parodienserie von Tobias Hanf, der von Jogi Löw über Beckenbauer, Schäuble und Trittin bis hin zu Rainer Calmund alle verblüffend echt imitiert – eine Rakete jagt am Silvesterabend die andere. Da verzückt der langmähnige Jan Melzer mit einer Elvis-Nummer von Feinsten ebenso wie als testosterongesteuerter Macho Bernie der Burner.

Ganz nebenbei erfahren die Zuschauer, dass 2014 in Niedersachsen mehr Menschen Salsa-Kurse besucht haben als in der übrigen Welt, ohne dass jemand diese Bewegungsart wirklich beherrsche. Und dass ein Stein eher nach oben falle, als dass ein Schwabe etwas spende. Kurz: ein fantasievolles Wort- und Gesangsfeuerwerk und eine prächtige Einstimmung und Umrahmung des Jahreswechsels, wie man sie zu diesem Anlass hoffentlich einmal wieder entzünden wird.

Komisches Quartett: Sanna Nyman, Frank Valet, Jan Melzer und Tobias Hanf (v. li.) als LaLeLu im Hamelner Theater.

eaw



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