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Annabella Claudia engagiert sich in der Kunstszene / Ehemaliger Surf-Weltmeister

Eine Frau setzt aufs Weser-Nilpferd

1990 wurde Surf-Star Sigi Hofmann zu Annabella Claudia und behauptet sich seither in der internationalen Kunstszene. Fotos: Dana

veröffentlicht am 05.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 23:41 Uhr

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Annabella Claudia Hofmann ist der „Feuervogel“ unter den fünf Künstlern – und die einzige Frau. Auf ihre Weiblichkeit legt sie Wert. Auch wenn sie bis 1990 noch als Mann von sich reden machte: Sigi Hofmann war Deutscher Meister, Europameister und Weltmeister im Windsurfen, veröffentlichte Fachliteratur zu allen Aspekten des Surfens bei dem renommierten maritimen Buchverlag Delius Klasing, war Surflehrer, leitete viele Jahre lang Surfschulen in Hawaii, auf Malta und am Gardasee. Heute ist das alles „Schnee von gestern“. 1990 wurde Sigi zu Annabella: „Weil ich das bin“, sagt sie. Auch wenn ihr viele Surf-Kollegen von einst den Geschlechtswechsel nicht verziehen haben (Annabella: „Das ist ein Macho-Sport“) – die Künstlerin, die im Bürgergarten an einem monumentalen Nilpferd arbeitet, ist sich selbst stets treu geblieben: Die Liebe zur Kunst prägte schon immer eine Seite ihres Wesens, und das Surfen spielt in ihrem Leben weiterhin eine Rolle: „Heute muss ich aber keinen Unterricht mehr geben und mich nicht mehr beweisen, heute surfe ich nur für mich, zur Entspannung,“ sagt Annabella, die sich als freischaffende Künstlerin in der Szene längst behauptet hat.

Von der Surfschule zum Kunstatelier

Am Gardasee ist sie „hängengeblieben“: Dort hat Annabella ein Open-Air-Museum eröffnet, bietet anderen Künstlern eine AusstellungsPlattform. Als Europa-Repräsentantin der Londoner „Society for Art of Imagination“ kommt Annabella viel herum, knüpft ständig neue Kontakte zu Künstlern in der ganzen Welt.

Warum sie sich für den Hamelner Skulpturenwettbewerb ausgerechnet ein Nilpferd vorgenommen hat? „Die Ratte ist mir zu abgedroschen“, sagt Annabella, während sie mit geschickten Händen, deren rotlackierte Fingernägel ins Auge stechen, aus Papier und Klebestreifen ein Ohr für ihr Wassertier formt: „Kunst heißt Neues machen, heißt Grenzen überschreiten“, findet Annabella und gibt ihrem „Kind“ auch gleich den passenden Namen: „Es wird ein Weser-Nilpferd.“ Aus GfK. Das ist Glasfaserverstärkter Kunststoff, wie man ihn vom Bootsbau kennt: witterungsbeständig, haltbar und praktisch unverwüstlich. Das mit Papier ausgepolsterte, drahtumwickelte Holzgestell dient nur der Formgebung: Ist die GfK-Schicht erst aufgetragen und gehärtet, bleibt das Nilpferd auch ohne dieses Innenleben stabil.

Die Nilpferd-Phase, die Annabella gerade durchläuft, hat sie einem italienischen Mäzen zu verdanken, der Nilpferde sammelt und ihr den Auftrag zu einem Baby-Hippopotamus erteilte. „Jetzt erschaffe ich die Mama“, meint Annabella zu ihrem realistisch gearbeiteten Weser-Nilpferd.



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