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Bundesregierung hat E-Zigarette im Visier

„Eine Bedrohung für das Geschäft“

Hameln (vh). Die elektronische Zigarette – kurz auch E-Zigarette genannt – boomte in den letzten Jahren. Doch wie lange sind nikotinhaltige „Liquids“, mit denen die elektronischen „Dampfen“ gefüllt werden, noch frei erhältlich?

veröffentlicht am 02.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 22:21 Uhr

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Nach Einschätzungen der Bundesregierung sind die Flüssigkeiten, so sie Nikotin enthalten, ein Arzneimittel und müssen daher entsprechend zugelassen werden. Ohne eine Zulassung sind weder Verkauf noch Handel erlaubt. Noch ist die juristische Situation undurchsichtig.

„Solange die gesetzliche Lage noch nicht eindeutig definiert und konkretisiert ist, werden wir weiterhin die E-Zigaretten verkaufen“, sagt Gezim Gashi vom Hamelner eSmokerShop in der Deisterstraße. Die jüngsten Debatten hätten sich bereits geschäftlich ausgewirkt: „Der Kundenandrang ist nicht mehr so hoch, wie er zu Beginn war“, sagt Gashi. Die Nachfrage sei zurückgegangen. Andere Händler äußern sich ähnlich.

Im eSmokerShop werden neben Elektro-Zigaretten und entsprechendem Zubehör auch Liquids in fünf Nikotinstärken und in 81 Geschmackssorten – zu denen beispielsweise Eiscreme, Käsekuchen, Zuckerwatte und Erdbeere gehören – verkauft. „Am beliebtesten ist die Geschmacksrichtung Früchte“, sagt Gashi. Viele Kunden griffen zunächst zu der höchsten Nikotinstärke, da sie sich nach und nach das Tabakrauchen abgewöhnen wollten. „Generell verkaufen wir etwa 70 Prozent nikotinhaltige Liquids und 30 Prozent ohne“, erzählte Gashi. Trotz allem stellten die neuen Töne aus Berlin eine Bedrohung für sein Geschäft dar.

Im Vergleich zum Fachhändler bleiben die Konsumenten gelassener. Reza Amiri, Initiator des „Dampfer-Stammtisches“ im Papa Hemingway, hält den Standpunkt der Bundesregierung schlicht für „Schwachsinn“.

Die Anzahl der Stammtischgäste habe sich seit dem ersten Treffen stetig vergrößert. Bei vielen werde das Rauchen der E-Zigarette zum regelrechten Hobby, da teilweise Summen von 500 bis 700 Euro in die Produkte investiert würden, berichtet Amiri. Viele der Stammtischbesucher seien früher Tabakraucher gewesen und jetzt auf die E-Zigarette umgestiegen. Im Fall eines gesetzlichen Verbots der E-Zigarette „geht eine andere Tür auf“, ist der überzeugte „Dampfer“ sicher.

Im Hamelner eSmokerShop präsentiert Gezim Gashi eine kleine Auswahl an „E-Smoker-Produkten“.

Foto: Dana



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