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Verein „Aktion Kinderhilfe“ plagen zum zehnten Geburtstag Geldsorgen / Lippmann pessimistisch

Ein Wermutstropfen im Geburtstagssekt

Hameln (eaw). Zum zehnten Geburtstag begrüßte die Vorsitzende der Hamelner „Aktion Kinderhilfe“ (Akki), Beate Killmann, im voll besetzten Lalü Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und gesellschaftlichem Leben. In die Geburtstagsfreude mischen sich jedoch Sorgen, sieht Killmann die Perspektiven der weiteren „Akki“-Arbeit doch alles andere als rosig. „Das Bußgeldaufkommen ist stark rückläufig, ebenso infolge der Krise das allgemeine Spendenaufkommen. Momentan bringt uns nur eine erwartete Großspende über die Runden“, klagt die Vorsitzende. Es drohten Kürzungen oder gar Einstellung einiger Projekte.

veröffentlicht am 23.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:21 Uhr

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Zwar sei ein Förderantrag an Stadt und Landkreis gestellt, doch ließ Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann im Dewezet-Gespräch durchblicken, dass da nicht viel Hoffnung“ sei, „dass neben der projektgebundenen Unterstützung durch Stiftungen wie der Wohnungshilfe, das, was aus der Privatwirtschaft nicht mehr geleistet werde“ zu kompensieren. Lippmanns Wermutstropfen im Geburtstagssekt: „ Wir werden uns in dieser Hinsicht wohl auf eine gemeinsame Durststrecke von mehreren Jahren einrichten müssen.“

Rund 150 Mitglieder hat „Akki“ derzeit und unterstützt 17 aktuelle Projekte. Killmann: „Das reicht vom Integrationsprojekt ,Haltestelle Afferde‘ über ,Schüler helfen Schülern‘, verschiedene Schularbeitenhilfen bis hin zum Mädchencafé ,No Limit‘ und therapeutischem Reiten für behinderte Kinder.“

„Akki“-Gründerin, Frauke Bulczak, verwies mit sichtlichem Stolz darauf, dass es etwa mit „Schüler helfen Schülern“ gelungen sei, ehemalige Schulschwänzer so zu fördern, das sie weiterführende Schulen besuchen könnten. „Vernachlässigung ist ein Leiden im Verborgenen, betrifft zwar auch die Mittelschicht, vor allem aber sozial Schwache“, stellte die 72-Jährige dabei fest.

Bei allen Zukunftssorgen aber überwog an diesem Abend jedoch die Freude über das Erreichte. Das feierten die „Akki“-Vereinsmitglieder zusammen mit ihren Gästen mit einem kleinen Kulturprogramm. Musikalisch-kabarettistisch amüsierte man sich über das Trio 09, das mit Georg Kreislers „Poli-Ticker“ kleine Spitzen gegen anwesende Mandatsträger abschoss, um gleich darauf deren Lachmuskeln mit „Ich bin ja so unmuskulös“ von Kabarett-Altmeister Hanns Dieter Hüsch zu streicheln; Rainer Steinkamp und Traute Römisch unterhielten mit viel Witz und Esprit in der aus ihren Programmen bekannten und beliebten Rollenverteilung, und Rechtsanwalt und Familienrechtler Bernhard Niepelt zauberte, was das Zeug hielt. In seiner sehr professionellen Zaubershow „guillotinierte“ er die Hand einer Besucherin und ließ anstelle einer Jungfrau seinen Sohn schweben.

Höchstes Lob erntete auch das von Torsten Nordmeyer und seinen Schülern der Fachklasse Gastronomie der Elisabeth-Selbert-Schule im Hefehofgang aufgebaute Buffet, das den kulinarischen Höhepunkt des Geburtstagsfestes bildete.

Das Trio 09 unterhielt die Gäste beim Geburtstagsfest im Lalü mit kabarettistischen Songs.

Foto: eaw



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