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Ein Traum wird wahr

Es steht mehr als 8000 Kilometer entfernt von Hameln – auf einer tropischen Insel im Indischen Ozean, mitten im ehemaligen Bürgerkriegsgebiet: Im Nordosten von Sri Lanka hat die heimische Hilfsorganisation Interhelp ein Haus gebaut. Der Hamelner Serviceclub Rotary hatte dafür im vergangenen Jahr 5000 Euro zur Verfügung gestellt. Während seiner Präsidentschaft war der Emmerthaler Unternehmer Stefan Golze auf die Idee gekommen, ein solches Massivhaus zu spenden. Auf eigene Kosten ist der Past President des Rotary Clubs Hameln jüngst gemeinsam mit dem Interhelp-Vorsitzenden Ulrich Behmann nach Sri Lanka gereist. Mittwochnachmittags ging’s in Frankfurt los, am Freitagvormittag traf das Team endlich im Zielgebiet ein. „Ich hatte mir schon damals vorgenommen, dieses Haus persönlich zu übergeben. Nun ist dieser Traum wahr geworden“, sagt Golze. Auf dem roten Ziegeldach steht in großen weißen Lettern der Name des Rotary Clubs Hameln. Bei der Übergabe des Hauses an eine bettelarme singhalesische Familie mit drei kleinen Kindern durfte Golze feierlich ein rotes Band durchschneiden. „Das waren Momente des Glücks – für die Familie und für mich“, erzählt der Rotarier. Die Familie sei sehr dankbar gewesen. Interhelp baut in dem Dorf Morawewa bei Trincomalee inzwischen das 20. Haus für Kriegsrückkehrer. Eine finnische Organisation aus der Stadt Rauma ist dermaßen begeistert von dem Hamelner Konzept, dass sie inzwischen 37 weitere Interhelp-Häuser finanziert hat. Ziel ist es, den wüst gewordenen Ort wieder aufzubauen. „Aufbauarbeit für den Frieden“ heißt das Projekt, bei dem wir auf strengen Proporz achten, um Neid und Missgunst zu vermeiden“, erklärt Interhelp-Schirmherr Alexander zu Schaumburg-Lippe. „Jeweils zur Hälfte werden tamilische und singhalesische Familien berücksichtigt. Nach Jahrzehnten der Feindschaft zwischen den Volksgruppen ist das ein echter Friedensbaustein.“ Spenden aus dem Weserbergland tragen dazu bei, dass das ehrgeizige Vorhaben gelingen kann. Die Freimaurerloge „Friedrich zu den drei Quellen“ aus Bad Pyrmont, der HefeHof in Hameln und Privatpersonen wie Susanne und Uwe Treptow, die Familie Martini-Toussaint oder Dr. Jobst-Walter Dietz haben bereits Häuser finanziert. Golze ist von der Nachhaltigkeit des Hilfsprojekts überzeugt: Auch er will ein Haus spenden und hofft, dass es ihm viele andere nachmachen.

veröffentlicht am 04.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:21 Uhr

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Die Beletage des Casinos auf dem Scharnhorst-Gelände war, solange sie sich noch im Besitz der Briten befand, der Öffentlichkeit nicht zugänglich – lediglich einige Privilegierte durften zu besonderen Anlässen wie etwa „Queen’s Birthday“ in den prunkvollen Räumlichkeiten feiern. Das Gebäude ist seit rund zehn Jahren unter dem Namen „Palais Felbinger“ zwar in privaten Händen, doch die Öffentlichkeit ist demnächst ebenfalls zugelassen: „Palais Blanc“ („Weißer Palast“) nennt Jowita Gartzke das Haus jetzt, in dem sie pünktlich mit Beginn des Wonnemonats Mai (am 8.) ein Geschäft für Braut- und Abendmoden eröffnet. Bisher unter dem Namen „Something borrowed“ in Rohrsen beheimatet, bietet die 43-Jährige künftig, wie es Tradition bei Hochzeiten ist, etwas Geborgtes, etwas Neues, etwas Altes und etwas Blaues. Vor allem aber Brautkleider in nahezu allen Variationen. Immer donnerstags und freitags von 15 bis 18 und samstags von 11 bis 16 Uhr berät sie heiratswillige Damen, außerdem nach telefonischer Vereinbarung auch unter 8224022.

Bei der Weihnachtsfeier 2013 des MTV Lauenstein hatten „Frau Flodder“ (Claudia Vogelgesang) und „Heino“ (Carsten Wabschke) bereits einmal für die Kamera posiert. Am vergangenen Samstag ließ sich die Flodder erneut ablichten, diesmal allerdings mit dem original Carsten Wabschke, der seinen 40. Geburtstag auf Hof Spiegelberg feierte. Und wie das im „Dorf der Liebe“ so üblich ist, dauerte die Fete bis Sonnenaufgang – immerhin fehlte ja durch die Zeitumstellung eine ganze Stunde.

Hameln mal wieder im Fernsehen, diesmal im japanischen: Die Yon’s Production GmbH, eine in Berlin ansässige Firma, die Projekte japanischer Auftraggeber koordiniert, bereitet zurzeit im Auftrag der japanischen Produktionsfirma Telecom Staff Inc. mehrere neue Folgen der Zugreise-Serie „Sekai no Shasou kara – See the World by Train“ vor. In dieser Sendereihe, die schon eine sehr lange Tradition (28 Jahre) hat, werden weltweit Zugstrecken mit ihren Sehenswürdigkeiten vorgestellt; die Folgen werden täglich im Abendprogramm auf TV Asahi in Japan landesweit ausgestrahlt. Für die nächsten Folgen dieser Serie werden im April Aufnahmen auf verschiedenen Zugstrecken in Deutschland durchgeführt, darunter eine Bahnreise entlang der deutschen Märchenstraße, die das Team auch nach Hameln führt. Die Redaktion möchte in der Sendung gern das historische Rattenfängerhaus und dessen Spezialität – flambierte Rattenschwänze – vorstellen. Gedreht werden soll im Restaurant am 19. April um 14 Uhr.

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  • Die Flodder, diesmal mit dem echten Carsten Wabschke. pr
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christa.koch02@gmail.com

„Ein Traum ist wahr geworden“: Stefan Golze mit der singhalesischen Familie vor dem gespendeten Haus. ube



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