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Hospiz-Verein Hameln veranstaltet Reise nach Umbrien für trauernde Angehörige / Mehr Interesse an Tabu-Themen

„Ein Stück Normalität zurückgeben“

Hameln. „Mit dieser Reise möchten wir Menschen ansprechen, die sich in einer Phase der Trauer befinden“, sagt die erste Vorsitzende vom Hospiz-Verein Hameln. „Es soll Gelegenheit für Gespräche und Raum für Begegnungen geben“, verspricht Marita Kalmbach-Ließ. Mit der Idee, einer mehrtägigen Reise nach Umbrien, auf den Spuren von Franz von Assisi, geht Marita Kalmbach-Ließ im Spätsommer ganz neue Wege und auch damit, die Reiseleitung dieser neuntägigen Reise selbst zu übernehmen. „Wir wollen den Angehörigen in geschützter Gemeinschaft ein Stück Normalität zurückgeben, ohne die Trauer zu verleugnen“, erklärt sie die Idee. Zum Hospiz-Verein Hameln gehören derzeit 181 Mitglieder. Die Reise nach Mittelitalien sei natürlich sowohl an die Vereinsmitglieder und auch an andere Interessenten gerichtet. Wie das Interesse an der Reise sein wird, ist noch offen, denn erst kürzlich stellte der Verein bei einer Infoveranstaltung die Idee vor.

veröffentlicht am 19.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:41 Uhr

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Autor:

von Birgit Sterner
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Die Vereinsarbeit des Hospiz-Vereins umfasst die Begleitung schwer kranker und im Sterben liegender Menschen, um ihnen ein würdevolles Ableben zu ermöglichen. Zudem werden die Angehörigen unterstützt, für trauernde Menschen da zu sein. Bei Veranstaltungen berichten die Mitglieder oder auch die Angehörigen dann über die Hospizarbeit. Es gibt weiterhin die Möglichkeit, an diversen Aus- und Weiterbildungen teilzunehmen.

Im vergangenen Jahr wurden vom Hospiz-Verein Hameln 738 Sterbebegleitungsstunden bei 58 schwerstkranken und im Sterben liegenden Menschen von 18 ehrenamtlichen, qualifizierten Sterbebegleitern geleistet. Koordiniert werden diese Besuche von der Koordinatorin Ingrid Klenke. „Frau Klenke hat dazu das richtige Gespür“, bekräftigt die Vorsitzende. Dank eines wachsenden Interesses an Tabuthemen wie Sterben Tod, und Trauer spricht die Vorsitzende von einer positiven Mitgliederentwicklung im Verein. Die Hamelnerin hat vor einem Jahr, nach längerer Vakanz, den Posten der ersten Vorsitzenden beim Hospiz-Verein übernommen und diesen Schritt nicht bereut. Für die anstehenden Neuwahlen des gesamten Vorstandes, bei der jüngst abgehaltenen Jahreshauptversammlung, hat sie sich darum gern wieder aufstellen lassen.

Bis 2016 engagieren sich im Vorstand des Hospiz-Vereins Hameln neben Marita Kalmbach-Ließ noch Manfred Wüstenfeld als neuer 2. Vorsitzender, Birgit Runiello als neue Schriftführerin und Andreas Hentrich als Kassenwart. Beisitzer sind Ursula Wissel, Carola Sieker und Monika Cordes-Salm.

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  • Trauer und Tod sind beim Hospiz-Verein keine Tabu-Themen.

Im September vergangenen Jahres erfolgte der dringend notwendige Umzug in neue Räumlichkeiten an der Zentralstraße. Die Angebote des Vereins konnten dadurch erweitert werden, das neue, separate Büro sei von großem Vorteil. Neben der Sterbebegleitung bietet der Verein regelmäßig ein Trauerfrühstück und einen offenen Trauerkreis an. Der Start der neuen Kindertrauergruppe „Die Schatzkiste“ steht kurz bevor.

Mehr Infos zur Reise nach Umbrien erteilt Marita Kalmbach-Ließ vom Hospiz-Verein Hameln unter der Rufnummer 0 51 51 / 25 908



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