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Ein stilles Örtchen: Künstler malt in einer ehemaligen Toilette

veröffentlicht am 01.11.2012 um 15:34 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hameln (ww). „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Seit er vor zehn Jahren beschloss, ein Kunst-Atelier der etwas anderen Art zu eröffnen, wird Kurt Kallabis sicher das eine oder andere Mal an diesen Satz des Münchener Komikers Karl Valentin gedacht haben.

Anfang 70 war der Schornsteinbaumeister damals, hatte sich wenige Jahre zuvor aus seinem Betrieb zurückgezogen und zur Ruhe gesetzt, war mit seiner Frau Marianne von Hannover nach Hameln gezogen, um Tochter und Enkelkinder öfter sehen zu können. Doch vom beschaulichen Rentnerleben hatte Kallabis bald genug, es juckte ihm in den Fingern – und so kam ihm die Idee zur privaten Kunst-Werkstatt im Klohäuschen.
Auf dem Weg von seiner Wohnung in der Hamelner Nordstadt in Richtung Innenstadt fiel dem Rentner irgendwann der kleine, blassgelbe Pavillon am Mertensplatz auf, aus dem nie jemand rauskam, in dem nie jemand verschwand. Die ehemalige öffentliche Toilette war verschlossen, seit Anfang der 90er Jahre direkt gegenüber das Parkhaus Rondell mit 486 Pkw-Stellplätzen, Kiosk und WC eröffnet hatte. Im Rathaus fragte Kallabis nach, wem das Gebäude gehöre, ob er es mieten könne – und wurde abgewiesen. „,Wenn Sie einen Kiosk eröffnen wollen, können Sie gleich wieder verschwinden‘, sagte man mir damals“, erinnert sich Kallabis, „als ich dann aber erklärte, was ich vorhabe, wurde ich gleich nach oben geschickt.“

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