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Ameos eröffnet Fachzentrum für Psychiatrie und Psychotherapie an der Wilhelmstraße / 35 neue Mitarbeiter

„Ein Schritt zur Stärkung des Gesundheitsstandorts“

Hameln (CK). Hätte es vor 728 Jahren das Ameos-Klinikum in Hameln bereits gegeben, wäre die Sache mit dem Rattenfänger nie passiert – oder aber die traumatisierten Kinder hätte man in diesem Fachzentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, das gestern feierlich eröffnet wurde, behandeln müssen. Diese Worte der Comedians „Gerda“ und „Manni“ sorgten gestern bei der Eröffnung der Tagesklinik und Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche und der zwei Stationen für erwachsene Patienten im ehemaligen Krankenhaus Wilhelmstraße für Heiterkeit.

veröffentlicht am 01.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 07:21 Uhr

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Die innerhalb von 24 Monaten renovierten, 4500 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten liegen auf dem Gesundheitscampus an der Wilhelmstraße 5, im Herzen der Stadt. Vertreter aus der Stadt und der Region sowie führende Repräsentanten der Ameos-Gruppe verschafften sich gestern einen ersten Eindruck von den neuen Klinikräumen und den Therapiekonzepten.

Erstmalig wurden damit eine Tagesklinik und eine Psychiatrische Institutsambulanz mit zwölf Behandlungsplätzen für Kinder und Jugendliche in Hameln eröffnet. Dadurch entfallen große Anfahrtswege, und die psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Landkreis Hameln-Pyrmont wird wesentlich verbessert. „Mussten die kleinen Patienten bisher bis nach Hildesheim fahren, können sie nun in ihrem familiären Umfeld und in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Dies ist ein entscheidender Vorteil“, meint Dr. Dieter Felbel, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Ameos- Klinikums Hildesheim, zu dem der Standort Hameln gehört. Staatssekretär Heiner Pott aus dem niedersächsischen Sozialministerium nannte die Klinik „einen Qualitätssprung in der Versorgung“, denn oft habe bisher nicht nur Scham, sondern auch eine zu große Entfernung eine erfolgreiche Behandlung verhindert.

Ein weiteres neues Angebot des neuen Hamelner Klinikums ist die Erweiterung für Erwachsene um zwei offen geführte Stationen mit insgesamt 32 Behandlungsbetten. Auf einer Station werden vor allem Menschen mit affektiven Störungen, Angst- und Traumafolgestörungen behandelt, auf der anderen Patienten mit psychotischen Störungen und anderen seelischen Krisen therapiert. Bereits seit 1997 besteht die Tagesklinik in Hameln, seit 2005 ergänzt die Psychiatrische Institutsambulanz die Behandlungsmöglichkeiten. „So sind wir in Hameln in der glücklichen Lage, die Therapie ganz an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen zu orientieren, da alle Angebote unter einem Dach vereint sind“, so der ärztliche Direktor von Ameos, Prof. Dr. Detlef Dietrich. Landrat Rüdiger Butte nannte den gestrigen Tag denn auch einen Grund zur Freude: „Das Klinikum ist ein weiterer Schritt zur Stärkung des Gesundheitsstandorts Hameln. Und die Behandlung psychisch Kranker quasi mitten im Leben ist der richtige Weg.“

Insgesamt werden rund 35 neue Mitarbeiter im Ameos-Klinikum Hameln arbeiten, wie Klinikdirektorin Birgit Hörske sagt. „Wir investieren kontinuierlich auch im zehnten Jahr unseres Bestehens in den weiteren Ausbau einer gemeindenahen Versorgung“, versicherte Michael Dieckmann, Vorstandsmitglied der Ameos-Gruppe aus Zürich. Bei der Umsetzung ihres Konzeptes in Hameln sei Ameos die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Sana-Klinikum Hameln-Pyrmont zugutegekommen, das als Hausherr fungiert.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist montags bis freitags von 8 bis 16.30 Uhr unter Telefon 05151/9567-8567 oder -8568 zu erreichen, Terminvereinbarung für die Erwachsenenpsychiatrie ist unter 05151/8500 möglich.

Gäste und Gastgeber nehmen die neuen Räumlichkeiten in der Wilhelmstraße in Augenschein (re.), während die Comedians „Gerda“ und „Manni“ den heiteren Teil der Eröffnung bestreiten. Fotos: Dana



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