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Stadtwerke Hameln bringt GWS in Hildesheimer Projekt ein / Weitere Anlage geplant: Standort im Landkreis?

Ein Schritt in Richtung Zukunft – mit Holzheizkraft

Hameln (red). Susanne Treptow geht fremd. Und zwar einen Schritt in Richtung Zukunft. Denn die Geschäftsführerin der Stadtwerke Hameln hat die GWS in ein Hildesheimer Projekt eingebracht, für das jetzt der erste Spatenstich stattfand: ein Holzheizkraftwerk. Es soll die Umwelt entlasten, weil es fossile Energieträger einspart und Emissionen reduziert. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander bezeichnete das Kraftwerk sogar als „Vorzeigeprojekt für Niedersachsen“.

veröffentlicht am 31.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 05:41 Uhr

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Das Kraftwerk entsteht auf dem Gelände der Stadtwerke Hildesheim AG. Die Wärme-Lieferung startet mit der Heizperiode 2011. Die Investitionen für das Kraftwerk betragen insgesamt sieben Millionen Euro, Bauträger des Kraftwerks ist die Energiezukunft Hildesheim GmbH (EZHI). Zusammen mit den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) und dem Mehrheitseigner EVI Energieversorgung Hildesheim haben die Stadtwerke Hameln die EZHI zur Realisierung des Projekts gegründet. Susanne Treptow: „Die Idee kam nach der Besichtigung der Holzheizkraftwerke in Oerlinghausen und in Güssing in Österreich. Diese Gemeinde lebt durch das Holzheizkraftwerk sogar energieautark.“ Der geplante Jahres-Energieabsatz des Holzheizkraftwerks liegt bei etwa 30 Millionen Kilowattstunden Wärme. Durch Kraft-Wärme-Kopplung werden zudem rund 3,6 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt. Im Vergleich zur konventionellen Wärmeerzeugung werden so jährlich 5000 Tonnen CO2 eingespart. Im Volllastbetrieb werden jährlich zirka 35 000 Tonnen Schüttraummeter Hackschnitzel benötigt. Dies entspricht in etwa 12 000 Kubikmeter Rohholz. Es stammt aus der Hildesheimer Region und wird aus Waldresthölzern wie zum Beispiel Baumkronen hergestellt. Die Beteiligung der Niedersächsischen Landesforsten soll dabei höchste Qualitätsstandards und kurze Transportwege garantieren. Abnehmer der Wärme werden in Hildesheim das neue Einkaufszentrum Arneken-Galerie, das Wasserparadies und die Liegenschaften Dom Hildesheim sein. Der erzeugte Strom wird ins Hildesheimer Netz eingespeist und sichert so auch eine Versorgung von Privathaushalten.

„Mit der Beteiligung an der EZHI sammeln wir Erfahrung mit der Energieversorgung durch ein Holzheizkraftwerk“, so Susanne Treptow weiter. „Unser Ziel ist es, immer mehr Energie in eigenen Anlagen zu erzeugen, die erneuerbare Energien nutzen.“ Mit der EZHI sei die Errichtung eines zweiten Holzheizkraftwerks geplant. „Mit Blick auf die 120 Hektar Waldfläche der Stadt Hameln könnte ein möglicher Standort im Landkreis liegen“, sagt die Geschäftsführerin.

Greifen symbolisch zur Säge: GWS-Geschäftsführerin Susanne Treptow und der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander.



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