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Hilligsfelder marschieren um die Ortschaft

Ein Schokokuss als Tribut an der Grenze

Hilligsfeld (git). Auch in diesem Jahr haben die Hilligsfelderwieder die Grenzen ihrer Ortschaft abgeschritten. Für das rund 300 Quadrater große Areal mussten knapp zehn Kilometer Fußmarsch mit Höhenunterschieden bewältigt werden. Um den Einschulungskindern den Vortritt zu geben, fand die Grenzbeziehung ausnahmsweise an einem Sonntag statt. Pünktlich um 9.30 Uhr machten sich – angetan mit Hut, Kanone und guter Laune – 180 große und kleine Hilligsfelder auf den Weg. Auch an die, die nicht so gut zu Fuß waren, war gedacht worden: Ein Planwagen fuhr alle Halteplätze an.

veröffentlicht am 11.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 14:41 Uhr

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Den Nervenkitzel einer ersten Feindberührung erlebten die Hilligsfelder mit ihren Nachbarn mit Westen: Bei der Bauschuttdeponie Otto hüllten sich Rohrsens Ortsvorsteher Jobst Brüggemann und seine Mannen in dicke Rauchschwaden. Ein Passieren schien unmöglich, denn Brüggemann wollte die Nachbarn ohne „Kuss“ für jede Frau nicht passieren lassen. Auch die Nachbarn in Herkensen ließen die Hilligsfelder nicht so ohne Weiteres passieren: Sie verteidigten ihre Grenzen mit Kanonendonner. Das Schwenken der weißen Friedensfahne mit dem schwarzen Sachsenwappen half, und man einigte sich schnell. „Neben dem traditionellen Abschreiten der Ortsgrenzen ist es uns ein Anliegen, unseren Mitbürgern auch die historischen Bereiche der Gemarkungen näherzubringen“, erklärte Hauptorganisator Friedrich-Wilhelm Börner von der „Arbeitsgemeinschaft Grenzbeziehung“.

Die setzt sich aus Mitgliedern der Realverbände von Groß und Klein Hilligsfeld zusammen. Die Grenzbeziehungen werden im Wechsel von beiden Ortsteilen organisiert. Beim rund fünfstündigen Marsch ging es diesmal unter anderem vorbei am „Hohen Ufer“, ein Böschungsabschnitt an der Hamel, der naturbelassen und ein beliebter Wildwechselplatz ist, dann weiter zum „Sachsengrund“, einst eine Kultstätte. Am höchsten Punkt, auf dem Eichberg, passierte die Grenzbeziehung den „Gohenstuhl“. Er war früher Gerichtsstätte. Beim Zwischenhalt mit zünftigem Frühstück feierten die Grenzbezieher zwischen Eichberg und Schecken einen Gottesdienst mit Pastor Jürgen Harms, zum Ausklang kamen alle am Manni-August-Platz zusammen.

Keine Schokoküsse: Mit Kanonendonner wird die Grenze von Herkensen aus verteidigt.

Foto: git



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