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Was Ratsmitglieder monatlich für Aufsichtsratsposten kassieren

Ein Plus im Portemonnaie der Politiker

Hameln. „Was kann schöner sein auf Erden als Politiker zu werden“, fragte einst Liedermacher Reinhard Mey, um die Antwort gleich hinterherzuschicken: „Vom Überfluss der Diäten platzen Dir die Taschen aus den Nähten.“ Keine Diäten, aber immerhin zusätzliche Aufwandsentschädigungen bekommen Mitglieder des Rates, die einen Sitz in den Aufsichtsräten der Unternehmen haben, an denen die Stadt beteiligt ist. Und das sind die Stadtwerke, die Kraftverkehrsgesellschaft Hameln mbH (KVG), die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT), die Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) und die Abwasserbetriebe Weserbergland (wir berichteten).

veröffentlicht am 12.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:06 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Und die Sitze in den Aufsichtsräten der Beteiligungsgesellschaften werden mit einem nicht unerheblichen monatlichen Salär vergütet. So bekommt der Vorsitzende des zwölfköpfigen Aufsichtsrates bei den Hamelner Stadtwerken 250 Euro, sein Stellvertreter 200 Euro. Die übrigen Mitglieder werden mit 125 Euro pro Monat vergütet. Zudem gibt es für alle eine Pauschale von 50 Euro pro Sitzung. Sieben Ratsmitglieder gehören diesem Gremium an. Im neunköpfigen Aufsichtsrat der HWG (drei Ratsmitglieder) bekommen der Vorsitzende 120 Euro, der Stellvertreter 90 Euro und die übrigen Mitglieder 60 Euro.

Der Aufsichtsrat der KVG hat zehn Sitze, von denen sechs aus der Politik besetzt werden. Der Vorsitzende bekommt monatlich 90 Euro, der Stellvertreter ebenso wie die übrigen Mitglieder 60 Euro.

„Für die HMT und die Abwasserbetriebe Weserbergland werden keine Vergütungen gezahlt“, heißt es im Rathaus.

Aber auch im Verwaltungsrat der Stadtsparkasse ist die Politik vertreten. Doch was monatlich vergütet wird, wird sowohl von der Verwaltung als auch vom Kreditinstitut unter Verschluss gehalten. Die Posten gelten jedoch gemeinhin als „äußerst lukrativ“, wie ein Insider berichtet. Dem Vernehmen nach sollen derzeit monatlich mindestens rund 200 Euro auf die Konten der Politiker fließen. Ein Betrag, der ganz sicher steigen wird, wenn die Stadtsparkasse mit der Sparkasse Weserbergland fusioniert hat.



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