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Schülerforschungszentrum soll entstehen

Ein Ort zum Lernen außerhalb der Schule?

HAMELN. Wer erinnert sich nicht daran? Die Themen oder Sachverhalte, die einen als Schüler besonders interessierten, kamen in der Schule meistens zu kurz. In einem Schülerforschungszentrum sollen Kinder und Jugendliche künftig die Möglichkeiten haben, ihre Interessen in bestimmten Bereichen vertiefen zu können.

veröffentlicht am 11.01.2019 um 12:06 Uhr
aktualisiert am 11.01.2019 um 16:27 Uhr

In dem ehemaligen Hausmeisterhaus der Klütschule soll das Schülerforschungszentrum entstehen. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Konkret geht es dabei um die sogenannten MINT-Fächer, also Unterrichtsfächer aus den Bereichen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das Schülerforschungszentrum (SFZ) soll ein außerschulischer Lernort sein, an dem junge Menschen aus dem gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont ihre entsprechenden Vorlieben näher verfolgen können.

Eingerichtet werden soll das SFZ in dem ehemaligen Hausmeisterhaus der Klütschule. Von Montag bis Freitag sollen dort an den Nachmittagen Kurse stattfinden. Vorgesehen ist derzeit, dass Lehrer sowie Fachkräfte aus Unternehmen komplexe Sachverhalte anschaulich erläutern, indem sie den Schülern etwa die Funktionsweise von technischen Geräten näherbringen, Vorgänge aus der Metall- und Holzverarbeitung geschildert oder Kurse zu Astronomie oder Kosmologie angeboten werden, wie der OB in seiner Haushaltsrede schilderte, in der das SFZ einen auffallend großen Raum einnahm. Auch die Vorbereitung auf die Teilnahme an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ soll dort möglich sein.

Der thematische Schwerpunkt – MINT –, der auf dem Schülerforschungszentrum liegen soll, legt es bereits nahe: Das Schülerforschungszentrum, so Griese, soll „auch eine Brücke bauen zwischen den Schulen und der Wirtschaft“. Dies sieht auch Landrat Tjark Bartels, der sich ebenfalls für die Gründung des SFZ einsetzt, als „Pluspunkt“, wie er auf Anfrage der Dewezet mitteilt. Damit, so Bartels, könne „dem eklatanten Fachkräftemangel begegnet werden“.

Eigentlich soll das Schülerforschungszentrum zwar allen Schülern des Landkreises offenstehen. In der Pilotphase startet das Schülerforschungszentrum jedoch zunächst mit etwa 60 bis 80 Schülern und Lehrern von sechs Kooperationsschulen. Die zunächst teilnehmenden Schulen sind dem Oberbürgermeister zufolge die Gymnasien Albert Einstein und Schiller, die IGS, die Eugen-Reintjes-Berufsschule, die Johann-Comenius-Schule in Emmerthal und die KGS in Bad Münder.

Das Schülerforschungszentrum geht auf eine Idee aus dem Jahr 2016 von Dr. Endre Kajari, Physiklehrer am Schiller-Gymnasium, sowie auf ein sehr ähnliches Ansinnen des Landkreises und der Weserbergland AG zurück. In der Folge ist zur Umsetzung dieser Idee eine Kooperation zwischen der Stadt Hameln, dem Landkreis und dem Schiller-Gymnasium vereinbart worden.

Claudio Griese will für das Schülerforschungszentrum in diesem Jahr 62 900 Euro in den Haushalt stellen. Das Kreishaus habe signalisiert, davon 18 000 Euro als Zuschuss zu gewähren. Zur Finanzierung der Hälfte der Betriebs- und Personalkosten will die Stadt einen Antrag auf Mittel aus dem Förderprogramm „Regionale Fachkräftebündnisse – Strukturmaßnahmen“ stellen. Doch zunächst muss die Idee noch durch den Rat der Stadt und den Kreistag. Beide tagen das nächste Mal im März.

Für den OB stellt das Schülerforschungszentrum die „Vorstufe von Zedita“ dar, wie er im Gespräch mit der Dewezet sagt. Hinter der Abkürzung Zedita steckt das „Zentrum für digitale Transformation und neue Arbeit“. Dieses Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Landkreis und der Hochschule Weserbergland soll auf dem Bildungs- und Gesundheitscampus auf dem Linsingen-Gelände entstehen.

Mein Standpunkt
Philipp Killmann
Von Philipp Killmann

Die Idee des Schülerforschungszentrums klingt toll. Zwei Stunden Bio pro Woche sind für einen Schüler, der Blut geleckt hat, sicher nicht genug. Die Interessen der Jugend individuell zu fördern, ist richtig. Aber dann braucht es auch eine Förderung der musisch, sprach- und geisteswissenschaftlich interessierten Schüler. Oder ist das nicht wirtschaftlich genug?



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