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Benefizkonzert zugunsten bulgarischer Jugendlicher

Ein Ofen gegen die Kälte: Schüler helfen Kindern in Not

Hameln. Wenn Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam musizieren, um etwas zu bewegen, kommt Freude auf. Wenn humanitäre Hilfe über einen langen Zeitraum an zwei Schulen im In- und Ausland praktiziert wird, ist das gelebte Freundschaft. Um Kindern, die auf einer stinkenden und brennenden Müllkippe nach Essensresten und Wertstoffen suchen, zu helfen, fanden am Montagabend zwei von deutschen und bulgarischen Schülern organisierte Benefiz-Aktionen statt: Während am Schiller bei der von Oliver Eilers organisierten traditionellen adventlichen Musizierstunde auch für den guten Zweck gespielt und gesungen wurde, fand an einem deutschsprachigen Gymnasium in Sofia eine große Weihnachtsbäckerei zugunsten notleidender Schüler in Bulgarien statt.

veröffentlicht am 18.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 11:21 Uhr

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Schulleiter Andreas Jungnitz zeigte sich begeistert von dem internationalen Engagement seiner Schüler, die zur Völkerverständigung beitragen. Die Bläser-Klasse des 6. Jahrgangs unter der Leitung von Björn Barner stimmte „Mercy, Mercy, Mercy“ und „Santa Claus is coming to Town“ an. Debbie Linne am Klavier und Gabriel Niepelt (Violine, beide Jahrgang 12) überzeugten mit „Fields of Gold“ von Sting. Als die Schiller-Bigband dann spielte, bebte das übervolle Schiller-Forum, waren die zahlreichen Gäste aus dem Häuschen. Kurz vor Ende des Wohltätigkeitskonzerts berichtete der Schüler Leo Behmann eindrucksvoll von seinen Erfahrungen, die er im Rahmen des deutsch-bulgarischen Projekts, das den Namen „Humanitäres Hameln“ trägt und von Interhelp organisiert wird, gemacht hatte. „Gemeinsam mit Salie, ihrer Mutter und meinem Vater bin ich im Mai nach Aleko in Bulgarien gereist und habe die Kinder auf der Müllkippe getroffen“, berichtet er. „Wir haben vorher eingekauft und ihnen etwas zum Essen geschenkt. Sie waren glücklich und sehr dankbar. Wir waren auch in dem verfallenen Haus, das ihre Schule ist. Die Stadt und die Schule sind so arm, dass sie sich weder warmes Wasser noch eine Heizung leisten können. Die Lehrer und die Schüler müssen frieren. Die Lehrer können sich warm anziehen, die Schüler können das nicht. Viele haben keine Jacke, manche nicht einmal richtige Schuhe.“

Er habe dann gemeinsam mit bulgarischen und deutschen Schülern beschlossen, Geld zu sammeln, um acht Öfen kaufen zu können, damit sie nicht mehr frieren müssten. Auch deshalb sei man heute hier, denn: „Mithilfe von Spenden wollen wir einen Ofen kaufen. In Bulgarien kostet ein Kaminofen etwa 250 Euro“, sagt Behmann. Die Höhe der in beiden Ländern erzielten Summe ist noch nicht bekannt.red



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