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Auf der „Pluto“ wird am Wochenende der 50. Geburtstag gefeiert / Taucher untersuchen jährlich das Unterwasserschiff

Ein Liegeplatz auf Lebenszeit und viele freiwillige Helfer

Hameln (gro). Mittlerweile ist sie, neben anderen, zu einer „bekannten Größe“ der Rattenfängerstadt Hameln geworden, die „Pluto“, die seit dem 30. Januar 1988 an ihrem Liegeplatz an der Kaimauer Nr. 10 festgemacht ist. Betreut und gepflegt wird das ehemalige schnelle Minensuchboot von der 153 Mitglieder zählenden Marinekameradschaft Hameln, in deren Besitz sich das zu einem Vereinsheim umgebaute Schiff befindet. Sein 50. Geburtstag wird an diesem Wochenende gefeiert, Grund genug, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Schiffes näher zu betrachten.

veröffentlicht am 18.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 19:41 Uhr

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Vergangenheit: Am 19. Dezember 1960 wurde das Schnelle Minensuchboot „Pluto“ am Standort Neustadt in Holstein bei der Bundesmarine in Dienst gestellt. Die Baukosten des Schiffes betrugen damals 7,33 Millionen D-Mark. Zum 31. Juli 1987 wurde das 47,44 Meter lange Boot dann am Standort Olpenitz ausgemustert und hatte laut Bordbuch während seiner Dienstzeit und der zurückgelegten Seemeilen (eine Seemeile entspricht 1852 Metern) sozusagen achtmal die Erde auf dem Wasserweg umrundet. Julius Faron, zu dem Zeitpunkt Mitglied und später auch Vorsitzender der MK Hameln, ist es unter anderem zu verdanken, dass die „Pluto“ dann über die Weser zu ihrem letzten Liegeplatz gebracht wurde. Das habe über einhunderttausend D-Mark gekostet, gesponsert von vielen Freunden und den Mitgliedern, so die jetzigen „Besitzer“. In zahlreichen Stunden wurde das Schiff dann entkernt und 1992 als Vereinsheim mit einem stilvollen Innenraum (auch für Nichtmitglieder der MK) für festliche Veranstaltungen eingeweiht. Eine besondere und mögliche Festlichkeit an Bord, schon von einigen erfahren und erwünscht, sei hier erwähnt: die standesamtliche Trauung für Brautpaare.

Gegenwart: Insgesamt 35 000 Euro und 4500 ehrenamtliche Arbeitsstunden investierten die Mitglieder der MK Hameln in den letzten Jahren in den Erhalt des Schiffes. „Das waren Außenanstriche und Innenarbeiten, aber auch der Einsatz der Taucher der Feuerwehr. Sie untersuchen jährlich zweimal den Unterwasserzustand des Schiffes“, so der Vorsitzende der MK, Hans-Hermann Weper.

Und das Ergebnis? „Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat im März dieses Jahres die Pluto untersucht und festgestellt: „Es gibt keine Bedenken in Hinsicht und Bezug auf Stabilität und Wasserdichtigkeit des Schiffes – bis zur nächsten Überprüfung in sieben Jahren,“ sagt Weper.

Zukunft: Auf „Lebenszeit“ wurde durch die Stadt Hameln der MK der Liegeplatz der „Pluto“ neben dem Anleger der Flotte Weser zugesichert und bis auf einen erneuten Außenanstrich brauche man sich wohl keine Sorgen um den Zustand des Schiffes machen, so der Vorsitzende. Der sei so gut wie nie zuvor. Doch vernachlässigen dürfe man den Zustand nicht und da die Mitglieder älter würden, habe die MK eine Jugendgruppe gegründet, auch um die Erhaltung des Bootes zu gewährleisten.

Einig sind sich die Mitglieder der MK: Die „Pluto“ gehört zu Hameln wie der Rattenfänger. Solch ein Vereinsheim mit der Atmosphäre sei einmalig und in der näheren Umgebung von Hameln nicht zu finden.

Die „Pluto“ an ihrem Liegeplatz „Kaimauer 10“. Sie feiert an diesem Wochenende ihren 50. Geburtstag.

Foto: gro



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