weather-image
27°
Plan für Bailey Park schreitet voran – mit ein paar Änderungen

Ein Kreisel am Bertholdsweg?

HAMELN. Es kommt Bewegung in den Bailey Park. Das ehemalige Briten-Gelände soll ein Wohn- und Gewerbepark werden. Die Stadt hofft auf einen Vertragsabschluss mit der Bima in diesem Sommer. Anfang 2020 könnte mit dem Hochbau begonnen werden. Doch inzwischen gibt es auch ein paar Änderungen in den Plänen.

veröffentlicht am 14.06.2018 um 19:13 Uhr
aktualisiert am 14.06.2018 um 21:20 Uhr

Ergebnis des jüngsten Verkehrsgutachtens: So sehen die aktuellen Pläne für den neuen Kreisel und den neuen Radweg aus. Am Berholdsweg soll künftig Kreisverkehr herrschen und der Radweg entlang der Bahnschienen soll bis zum Reherweg verlängert werden.
Philipp Killmann

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Es kommt Bewegung in den Bailey Park. Das ehemalige Militärgelände der Briten in der Nordstadt soll eine Mischung aus Wohn- und Gewerbepark werden. Die Stadt hofft auf einen Vertragsabschluss mit der Bima noch in diesem Sommer. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Anfang 2020 mit dem Hochbau begonnen werden. Allerdings weicht der Plan inzwischen in Teilen von den ursprünglichen Plänen ab.

So soll der Kreisel am Reimerdeskamp nicht mehr wie bisher vorgesehen mittig zwischen Bertholdsweg und Heinestraße angelegt werden, sondern auf Höhe des Bertholdsweges. Auf diese Weise sollen die zu erwartenden Verkehrsströme besser bewältigt werden können. Dies sei laut Stadtsprecher Thomas Wahmes das Ergebnis eines Verkehrsgutachtens, das die Stadtverwaltung in Auftrag gegeben habe. Die gegenüber der Einmündung des Bertholdsweges befindlichen Garagen sollen von dem Kreisel nicht betroffen sein. „Es ist genug Platz vorhanden“, sagt der Stadtsprecher.

Ein weiteres Ergebnis des Verkehrsgutachtens ist ein neuer Radweg, der angelegt werden soll. Dabei handelt es sich gewissermaßen um einen Lückenschluss. Der Radweg, der bislang von der Heinestraße aus an den Bahngleisen entlang am Ende links in den Ellerbrook und rechts in die Dr. Winter Straße mündet, soll verlängert werden. Und zwar weiter an den Bahngleisen entlang bis zum Reherweg. „Die Weiterführung bis zum Reherweg ist erforderlich, damit der neue Weg an ein bereits vorhandenes Radwegenetz anschließen kann“, so Wahmes.

An der Mündung des Bertholdsweges zum Reimerdeskamp soll ein Kreisverkehr angelegt werden. Foto: Dana
  • An der Mündung des Bertholdsweges zum Reimerdeskamp soll ein Kreisverkehr angelegt werden. Foto: Dana

Verworfen hat die Stadt inzwischen die bisherigen Pläne für die zwei alten Werkstatthallen auf dem einstigen Militärgelände. Die Stadt hatte erwogen, eine Halle zu kaufen und als Lager zu nutzen, etwa vom Stadtarchiv und dem Museum. „Die Stadt Hameln hat aktuell keinen Bedarf an Hallenflächen“, so Wahmes. Als Eigentümerin der Hallen werde die Bima die beiden Gebäude, einschließlich eines Grundstücksteils ausschreiben und an den Meistbietenden veräußern. Eine der beiden Hallen wird indes schon seit einiger Zeit von dem Hamelner Unternehmen Elektroma genutzt.

Ansonsten gilt für den Bailey Park weiterhin der Entwurf des Büros „RTW Architekten“. Demnach sollen dort Bauplätze sowohl für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen als auch für sozialen Wohnungsbau entstehen, gepaart mit „störungsfreiem“ Gewerbe. Mit einer Änderung: „Die ersten Gebäude am Reimerdeskamp sollen ein Geschoss kleiner ausfallen“, sagt Wahmes. Des Weiteren sollen, wie gehabt, Grünplätze und ein Pump-Track entstehen.

Eine erfreuliche Information im Hinblick auf die klamme Stadtkasse: Die Verwaltung rechnet inzwischen mit deutlich weniger Kosten für die Entwicklung des Bailey Parks. Aktuell kalkuliert die Stadt mit 1,3 Millionen Euro weniger als noch vor einem Jahr. Ging die Stadt damals von einem Gesamtausgabenansatz von 5,45 Millionen Euro aus, rechnet sie nun nur noch mit 4,22 Millionen Euro. „Die Reduzierung um knapp 1,3 Millionen resultiert daraus, dass nunmehr geklärt ist, dass die Gesellschaft für Sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung (GSW) beziehungsweise die Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft (HWG) alles erwirbt, die Baufelder erschließt und anschließend der Stadt die öffentliche Straße übergibt“, erklärt Wahmes. „Die öffentlichen Grünflächen werden an uns weiterveräußert und auch von uns überplant.“

Im Spätherbst sollen die mit dem Wegzug des britischen Militärs stillgelegten Gleise im Bailey Park und eine weitere belastete Fläche saniert werden. Die Stadt bereite aktuell die Vergabe der Erschließungsplanung vor. „Wir gehen von einem Baubeginn im Frühjahr aus“, sagt Wahmes. „Der Start der Hochbauarbeiten ist dann eher Anfang 2020.“

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare