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Investitionen gehen in den siebenstelligen Bereich / Vor allem beim Brandschutz ist damals gepfuscht worden

Ein Kraftakt: Hotel „Mercure“ wird grundsaniert

Hameln (CK). Fritz-Henning Jürgens macht Ernst: Gut drei Monate, nachdem der bisherige Direktor des „Mercure“ am Bürgergarten das von der Accor-Kette betriebene Hotel von der Württembergischen Versicherung gekauft hatte, lässt der 52-Jährige das Haus komplett modernisieren. Nach den Plänen seines Bruders Karsten, eines Hamelner Architekten, will Jürgens – er führt das Hotel inzwischen mit seiner Lebensgefährtin Beatrix Hansen als FHJ Hotelbetriebs GmbH – das Haus komplett entrümpeln und grundsanieren.

veröffentlicht am 18.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 23:21 Uhr

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Zurzeit ist der „Raum Hameln“ genannte Salon dran: Mit schwerem Gerät sind gerade Bauarbeiter dabei, alles wegzustemmen, was nicht niet- und nagelfest ist. „Muss sein“, sagt Jürgens. Hier wird nach seinen Worten nicht nur in Technik, sondern auch in Sicherheit investiert, denn: „Beim Brandschutz wurde damals gepfuscht!“ „Damals“ – das bedeutet Anfang der 70er Jahre, als das wabenförmige Gebäude lange im Rohbau am Rathausplatz stand und niemand wusste, wie seine Zukunft aussehen würde. Das bedeutet aber auch: „Alle Fenster müssen erneuert werden, ebenso muss eine Dämmung her. Die gibt es nämlich gar nicht“, so der Hoteldirektor, der sich von dieser Maßnahme natürlich auch erhebliche Einsparungen beim Energieverbrauch verspricht.

Auch die Statik im „Raum Hameln“ genügt nicht den Anforderungen, vielmehr sei hier alles etwas instabil, sagt der 52-Jährige. Die Investition in Höhe von 300 000 Euro soll deshalb nicht nur einer verbesserten Technik, sondern eben auch der Sicherheit dienen. Die mit viel Staub und Lärm verbundenen Arbeiten werden sich bis etwa Mitte September hinziehen, Hotelgäste sollen so wenig wie möglich belästigt werden: Weil nämlich das Restaurant genau unter dem Salon liegt, pausieren die Arbeiter während der Frühstücks- und Mittagszeit mit Presslufthammer und ähnlich lauten Werkzeugen.

Klar, dass der Salon bei der Sanierung auch ein freundliches, zeitgemäßes Gesicht bekommen soll, schließlich sollen hier später nicht nur Tagungen stattfinden, sondern sich auch Tanzpaare drehen. „Es wird eine Art Festsaal, bei Bedarf für 130 bis 150 Personen, je nach Bestuhlung oder Tanzfläche“, verspricht der Hotelchef. Gäste, die hier später feiern, dürfen sich auf einen wunderschönen Blick nach draußen freuen: Die großen Kastanien vorm Haus werden abends angestrahlt.

Wenn im Herbst der Festsaal fertig ist, gibt es erst einmal eine Pause im „Mercure“, jedenfalls, was die Sanierung angeht. Aber schon Anfang des Jahres sollen auch die Zimmer samt und sonders einer kompletten Renovierung unterzogen werden, inklusive Verbesserung des Brandschutzes. „Das ist ein Großprojekt, dafür investieren wir eine Summe im siebenstelligen Bereich“, sagt Jürgens. Immerhin geht es um 105 Zimmer mit insgesamt 170 Betten – ein wahrer Kraftakt, den man bewusst in die bei Hotels traditionell sehr ruhige Zeit gelegt hat.

Hier bleibt fast kein Stein mehr auf dem anderen: Der Raum „Hameln“ ist als erstes dran.

Foto: Dana

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