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Stoffmarkt auf dem Hamelner Rathausplatz

Ein kleines Paradies für Näh-Begeisterte

Orange ist die Farbe der Holländer? Von wegen! Uni in sämtlichen Farben, bunt, gestreift, mit Flamingos, Feuerwehrautos, Blumen, Burberry-Muster auf Jersey, Baumwolle, Leder, Schurwolle, Frottee – einfach alles, was sich passionierte Näherinnen unter der Nadel vorstellen können, bietet der Stoffmarkt auf dem Rathausplatz an diesem Donnerstag. „Stoffencircus“ nennt der Organisator Erik Wouters aus den Niederlanden das Spektakel, das für gute Laune bei den (Semi-)Profis und leuchtende Augen bei den Anfängerinnen sorgte. Vor den 100 Ständen der 30 Händler sind die Frauen eindeutig in der Überzahl.

veröffentlicht am 13.06.2019 um 11:23 Uhr
aktualisiert am 14.06.2019 um 01:39 Uhr

Magdalena Stephan (li., Kundin) und Alexandra Dieckmann (Händlerin) auf dem Stoffmarkt in Hameln - sie haben sich auf einem Stoffmarkt kennengelernt und sind inzwischen gut befreundet. Foto: BHA
Birte Hansen

Autor

Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Sabine Gründemann aus Coppenbrügge deckt sich gerade mit neuem Leinen ein, den sie für die Tischläufer braucht, die sie selbst auf Kunsthandwerksmärkten verkauft. An einem anderen Stand findet Babsi Pospich aus Bredenbeck am Deister, was sie sucht. Auch sie verdient mit ihrem Hobby Geld, zum Beispiel mit Schultüten, die hinterher zu Kissen umfunktioniert werden. Dafür ist jetzt „Hochsaison“, erzählt sie und ist positiv überrascht, „dass es hier so ruhig ist“. In Hannover, wo regelmäßig ein riesiger Stoffmarkt stattfindet, „steht man manchmal schon in dritter Reihe und kommt an nichts mehr ran“, sagt Renate Diebel, die mit ihrer Freundin Angela Kubas extra aus Stadtoldendorf angereist ist – beide in selbst genähten Kleidern, die einen vor Neid erblassen lassen. „Das sagen viele“, sagt Renate Diebel selbstbewusst und lacht. Sie hat, wie viele Frauen, angefangen zu nähen, als das erste Kind da war. 22 war sie – und hatte professionelle Hilfe bei Bedarf: „Mein Vater war Schneider.“ „Jeden Abend“ ist ihre Antwort auf die Frage, wie oft sie an der Maschine sitzt. Auch Angela Kubas ist so was wie ein Profi, hat früher „im Akkord Kostüme“ genäht, sagt aber von sich: „Ich versau auch schon mal was.“ Das macht doch Mut.

Hinter einem Stand ist nicht ganz klar, wer eigentlich Verkäuferin und wer Kundin ist. Alexandra Dieckmann guckt mit Magdalena Stephan über die Stoffe – sie haben sich vor einem Jahr in Dortmund auf der großen Messen „Creativa“ kennen- „und lieben gelernt“, wie sie lachend erzählen. Weil dort so viel zu tun gewesen sei, habe Magdalena Stephan aus Bad Harzburg gleich mit angepackt. Seither verbindet sie nicht nur die Leidenschaft für Stoffe, sondern auch Freundschaft. Für Alexandra Dieckmann soll dieses aber der „vorvorletzte“ Stoffmarkt sein – danach ist Schluss. Zum einen aus persönlichen Gründen, zum anderen, weil die Märkte häufig „eine einzige Rabattschlacht“ seien. Für die Kundinnen sind die Preise super – „moderat“, sagt Angela Kubas.

Dass der Stoffmarkt in Hameln keine einmalige Angelegenheit bleiben soll, steht laut Erik Wouters bereits fest, das Datum für die Wiederholung jedoch noch nicht. Die Vorfreude kann ja jetzt schon mal beginnen.

6 Bilder
Babsi Pospich wurde beim Jersey fündig. Foto: Wal



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