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Sabine Rennefanz referiert am Dienstag im Hamelner Forum

Ein Kind des Ostens redet

Hameln. Warum entscheidet sich ein Mensch dazu, sich rechtsextrem zu orientieren? Vor allem bei vielen jungen Menschen macht sich eine bedenkliche Zunahme von nationalistischem, antisemitischem Denken breit. Wo Menschen nur danach bewertet werden, was sie haben oder nicht, und was sie sind, erfährt ein Teil der Jugendlichen sehr früh, dass sie keine Chance haben, eine positive Identität zu entwickeln.

veröffentlicht am 28.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:41 Uhr

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Sabine Rennefanz, die am Rahmen des Hamelner Forums am Dienstag, 1. Oktober, um 19 Uhr im Lalu referiert, ist ein Kind des Ostens. Sie hat wohl das erlebt, was auch die NSU-Mitglieder um Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt erlebt haben dürften. Sie waren Jugendliche und verloren den Halt in den Jahren der Wendezeit.

Sie sahen, dass die Wiedervereinigung auch Arbeitslosigkeit brachte und die Eltern scheiterten. Das machte sie offen für radikale Ideen, das machte wütend. Eigen ist den Mitgliedern dieser Generation, dass sie ihre Kindheit in der DDR verbrachten und in der Bundesrepublik erwachsen wurden. Sie sahen sich in ein System mit gänzlich anderen Spielregeln verschlagen, in dem vieles, was bisher gegolten hatte, quasi über Nacht obsolet geworden war. Auf die Hilfe von Lehrern oder Erziehern konnten sie nicht bauen.

„Ich fühlte mich unendlich verloren und allein gelassen. Meine Eltern waren überfordert. Wie versteinert nahmen sie die Wende hin, als handele es sich um eine Naturkatastrophe. Die DDR war kein perfektes Land, aber es war das einzige, das ich kannte.“



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