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Ein Jahr Stadtgalerie in Hameln - wie sind die Meinungen heute?

veröffentlicht am 10.03.2009 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

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Hameln (ni). Am Mittwoch vor einem Jahr hat Hamelns großes Einkaufszentrum, die Stadtgalerie am Pferdemarkt im Zentrum der Innenstadt, eröffnet. Wir blicken zurück und lassen das Management, die Stadt sowie Befürworter und Kritiker von einst noch einmal zu Wort kommen. Kernfrage ist, wie die Stadt und der Handel mit dem 20.000 Quadratmeter großen Einkaufszentrum heutzutage klarkommen.

Für Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann gibt es aus heutiger Sicht keinen Grund, den Bau des Shopping Centers infrage zu stellen. Lippmann: „Die Innenstadt zu stärken – dieses Ziel hat die Stadt Hameln mit der Ansiedlung der Stadt-Galerie verfolgt. Und dieses Ziel wurde ganz klar erreicht.“ Für die Leerstände in der Oster- und Bäckerstraße macht Lippmann ausdrücklich nicht die Stadtgalerie verantwortlich.

Das Centermanagement der Stadtgalerie zeigt sich zufrieden mit dem ersten Jahr, den das Haus in der Rattenfängerstadt hingelegt hat. Seit wenigen Monaten hält mit Kirsten Jackenkroll eine Frau die Zügel im Center in der Hand, die in Hameln aufgewachsen ist und „einen Bezug zu dieser Stadt“ hat. Die Prognose hinsichtlich des Einzugsgebietes, auf das die Hamelner Galerie eine Sogwirkung ausüben werde, „hat sich erfüllt“, sagt Jackenkroll. Die Städte Barsinghausen, Hildesheim, Blomberg, Rinteln markierten den Umkreis, aus dem das Center Kunden für sich gewinne. Bei Befragungen stellten sie der Stadt-Galerie generell die Note „gut“ aus.

Für den Vorsitzenden des Einzelhandelsverbandes, Holger Wellner - er ist selbst Center-Mieter und Mode-Nachbar der Galerie - sind die ersten Auswirkungen der Stadtgalerie abzulesen: „Die Innenstadt-Einzelhändler geben in der Breite Umsatz ab.“ Sein eigenes Modehaus nimmt er davon nicht aus. „Auch Wellner hat Frequenz und Umsatz verloren“. Als Mieter in der Galerie sieht er seine Erwartungen weitgehend, „wenn auch nicht ganz erfüllt“. Die gute Besucherfrequenz sowie die geringe Fluktuation unter der Mietern sprächen für das Center. Durch das Center gebe es zwar Probleme in der Stadt, doch ohne „hätten wir auch Probleme, nur andere“. Dann würden sich viele Kunden aus dem Umland anders orientieren und ihr Einkaufserlebnis eben in den Städten suchen, die ein Shoppingcenter zu bieten haben. Allerdings sei die Galerie für eine Stadt wie Hameln auch aus Verbandssicht eine Nummer zu groß geraten. Durch die explosionsartige Vermehrung der Verkaufsfläche um 20.000 Quadratmeter verstärkten sich die negativen Effekte.

Lesen Sie alle Meinungen und die komplette Analyse in der Druckausgabe der Dewezet vom Mittwoch.

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