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Die meisten melden „traditionell“ an

Ein Jahr alt: Online-Portal für Kita-Plätze

HAMELN. Das Programm sollte, so der Plan, das Leben auf gleich drei Seiten leichter machen: Übers Internet können Eltern ihre Kinder für einen Kita-Platz anmelden, sie erkennen auf einen Blick, wo noch Plätze frei sind, während die Stadt Hameln als gesetzlich Verantwortlicher ebenfalls einen Überblick über die benötigten Plätze erhält, ebenso die Kita-Leitungen. Vor einem Jahr hat Hameln das „tolina“-Elternportal eingeführt. Ganz rund läuft es noch nicht, aber weitgehend, lautet nach 12 Monaten eine erste Zwischenbilanz.

veröffentlicht am 10.04.2017 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 10.04.2017 um 15:30 Uhr

Unter hameln-elternportal.kdo.de können Eltern einen Kita-Platz für ihr Kind vormerken. Screenshot: hameln-elternportal.kdo.de
Birte Hansen

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Birte Hansen Reporterin zur Autorenseite
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Wer in diesen Tagen auf die Seite hameln-elternportal.kdo.de geht, sieht viel: rot. Gerade erst haben viele Kindertagesstätten die Zu- und Absagen für Plätze ab dem neuen Kita-Jahr erteilt. Überwiegend nutzen Eltern aber noch den herkömmlichen, persönlichen Weg, um ihre Kinder anzumelden: Vom April 2016 bis jetzt wurden 1135 Vormerkungen „traditionell vorgenommen“, erklärt Ulrike Cott von der Abteilung Kindertagesbetreuung. 394 kamen über das Portal.

„Die Zukunft ist, dass die Eltern ihre Kinder online anmelden“, gibt Angelika Meinecke vom DRK-Weserbergland die Einschätzung ihrer Kita-Leitungen wider. Was das Programm aber auch nicht kann: Mehrfache Anmeldungen verhindern. Vor allem aber steht und fällt der Nutzen des Portals mit der Pflege: Nicht immer aber würden die freien oder vergebenen Plätze zeitnah eingepflegt, so dass die Aussagekraft nicht täglich zu 100 Prozent verlässlich ist. Zwar seien alle Kita-Träger von der Stadt angeschrieben und gebeten worden, dass der Ist-Stand „zügig“ eingegeben werde, sagt Cott. Aber es gibt diesbezüglich offenbar Verbesserungspotenzial.

Einen weiteren Wunsch hegt die Stadt für die Zukunft, dessen Erfüllung auch Angelika Meinecke als erstrebenswert erachtet: Dass alle über 30 Einrichtungen ihre Zusagen innerhalb eines für alle verbindlichen Zeitraums geben. Die DRK-Kitas beispielsweise hätten sich auf einen Tag geeinigt, an dem die Eltern kontaktiert werden. So ließen sich dann noch freie Plätze am besten koordinieren. Aber: „Es ist ein gutes System“, sagt Meinecke.

Manche Herausforderung kann das Online-System jedoch auch nicht meistern: Mehrfachanmeldungen können nicht verhindert werden, und freie Betreuungsplätze dort bereithalten, wo sie von den Eltern gewünscht werden – wohnort- oder arbeitsplatznah – kann es auch nicht. Hauptquelle für das Planen der Plätze ist bislang die Geburtenstatistik; ergänzt werden kann es jetzt um die Daten aus dem Elternportal. Außerdem wartet die Stadtverwaltung derzeit gespannt auf die Elternbefragung, die der Landkreis zu den benötigten Betreuungsplätzen vorgenommen hatte. Die Ergebnisse dieser schriftlichen Befragung werden in Kürze erwartet.

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