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Hundekot auf Gehwegen beschäftigt Leser

Ein Haufen Ärger

Hameln. Der Hund gilt gemeinhin als des Menschen bester Freund. Doch auf eine Begegnung mit den Hinterlassenschaften der Vierbeiner würden die meisten gerne verzichten – sie lässt sich nur nicht immer vermeiden. In Afferde sollen drei Tütenspender dem Problem der übelriechenden „Tretminen“ künftig Einhalt gebieten. So plant es zumindest die Stadtverwaltung.

veröffentlicht am 01.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

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Ulrich Schneider (53) aus Hameln begrüßt die Idee der Beutelspender in Afferde. Er gibt aber zu Bedenken, dass vor Ort auch entsprechende Mülleimer vorhanden sein müssten. „Sonst werden die Beutel in den Wald oder den nächsten Bach geworfen“, meint er. Die Stadt hat diesen Punkt bereits bedacht und stellt die Spender deshalb in der Nähe von vorhandenen Müllbehältern auf. „Daraus begründet sich die Annahme, dass die benutzten Beutel auch regulär entsorgt werden“, heißt es aus dem Rathaus. Für Schneider ist es außerdem eine Unsitte, dass immer wieder Säcke mit Unrat am Wegesrand entsorgt werden, wie zum Beispiel am Rennacker. Dort lande der Müll oft auf dem Feld und werde anschließend umgepflügt. Die Stadtverwaltung teilt mit, dass sie zeitnah Mitarbeiter zu der Stelle schickt, die sich die Situation vor Ort anschauen. Grundsätzlich sei jeder dazu aufgerufen, seinen Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen.

Dieter Dammast (76) aus Aerzen kennt das Problem mit den Hundehaufen. Der Rollatorfahrer ärgert sich besonders über den Dreck auf den Gehwegen und die fehlende Einsicht mancher Hundehalter. „Das ist eine große Sauerei“, sagt er.

Hans Wannemacher (79) aus Bisperode hält die Tütenspender für „Geldverschwendung“. Zudem bezweifelt er, dass sich ehrenamtliche Paten für die Befüllung der Spender finden. Wannemacher hätte stattdessen einen anderen Vorschlag an die Verwaltung. Seiner Meinung nach sollte die Stadt eine Tütenpflicht einführen, wie es im hessischen Maintal seit einiger Zeit praktiziert werde. „Wenn die Hundebesitzer vom Kopf her nicht dazu bereit sind, müssen sie mit Strafgeldern zur Entsorgung der Hundehaufen gezwungen werden“, meint er. Am Entsorgungskonzept an sich ändere sich bei dieser Idee grundsätzlich nichts, heißt es dazu aus dem Rathaus. Verantwortungsvolle Hundebesitzer in Hameln seien ohnehin immer mit eigenen Tüten unterwegs, so der Rathaussprecher.at



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