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Lydie Auvray Trio auf Jubiläumstournee

Ein Hauch von Frankreich

HAMELN. Ja, Lydie Auvray hat einen weiten Weg zurückgelegt: Die „Grande Dame des Akkordeons“ feiert in diesem Jahr Bühnenjubiläum: Seit 40 Jahren tourt sie mit ihrem Akkordeon durch Deutschland. Und bis heute hat sie nichts von ihrer Spritzigkeit und ihrem Charme eingebüßt – das ist auch die einhellige Meinung der rund 200 Zuhörer bei ihrem Konzert in der Sumpfblume.

veröffentlicht am 04.11.2018 um 13:44 Uhr

Lydie Auvray, geboren in Langrune-sur-mer, ist eine Ausnahmekünstlerin am Knopfakkordeon. Foto: HX

Autor:

Peter Höxter
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Lydie Auvray ist in Hameln keine Unbekannte, hat sie doch schon in der alten Sumpfblume am Güterbahnhof das Publikum mit ihrem Knopfakkordeon begeistert. Bereits ihr erstes Stück „Camanu“ zeigt, wo es an diesem Abend langgeht. Fröhlicher Swing gepaart mit Tango, intoniert im Trio mit Lydie Auvray (Akkordeon und Gesang), Markus Tiedemann (Gitarre und Bass) sowie Eckes Malz ( Keyboard und Percussion). Es wird ein musikalischer Gang durch alle Epochen der Akkordeonmusik, oft im 5/4- oder 7/8-Takt. Neben den vielen Eigenkompositionen natürlich auch mit Klassikern wie „L’Accordéon“ von Serge Gainsbourg. Lydie Auvrays Moderation zu den Stücken führt kurzweilig in die Welt ihrer Jugend, zum Vater, der sie bereits mit acht Jahren zum Akkordeonspiel brachte und zu Erinnerungen, die sie wie bei „Tournicoti“, dem Zauberkreisel, musikalisch verarbeitet. Bei ihrem Solostück „Guinguette“ entführt sie das Publikum in ein kleines französisches Ausflugslokal und beim Stück „Das Meer“ in ihre Heimat, die Normandie.

Sie zeigt auch die moderne Seite des Akkordeons, seine Zwiesprache mit dem Piano oder dem Bass und bei manchen Stücken fragt man sich, ist es Blues, Swing, Reggae oder Jazz. Ja, so facettenreich können einzelne Stücke sein. Nicht fehlen dürfen auch Musetten, die – so die Künstlerin – immer nach Kommissar Maigret klingen. Zum Ende dieses begeisternden Abends unternimmt sie eine Reise in die Weltmusik mit orientalischen Klängen, zu den französischen Einwanderern Louisianas, den Cajuns, und nach Mexiko, dessen Klänge sie bei „El Cidre“ mit den Tönen der Normandie verschmelzen lässt. Mit „Seifenblase“, einem kleinen leisen Herzstück, entlässt das Trio ausgezeichneter Musiker, die viel Gefühl transportieren, die Zuhörer in die Nacht – und bei dem einen oder anderen lässt sich auf dem Heimweg doch ein leicht französisch beschwingter Schritt feststellen, denn die Klänge hallen noch länger im Herzen nach.



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