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Ein ganz besonderer erster Schultag

veröffentlicht am 18.08.2011 um 15:52 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

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Von Lena Christin Ohm
Hameln. Aufgeregt steht Savina mit ihrer Mutter vor der Glastür. Ihr Blick schweift nach oben – auf das Schild, das jetzt neben dem der „Sertürner Realschule“ hängt: „IGS Hameln“ steht dort schwarz auf weiß. Und Savina ist eine der Ersten, die dort zur Schule gehen wird.

„Ich habe immer schon von einer IGS geträumt und ich bin unheimlich froh, dass sie für meine Tochter noch rechtzeitig gekommen ist“, erzählt Imke Benditte, Savinas Mutter. Sie sei selbst auf einer IGS gewesen und habe sich schon lange die gleiche Möglichkeit für ihre Tochter gewünscht. „Hier erhalten die Kinder eine umfangreiche Bildung und sie lernen fürs Leben“, findet Benditte. „Viele verschiedene Kinder können voneinander lernen und werden individuell gefördert.“

Aber nicht allen Eltern ist die Entscheidung so leicht gefallen. Holger Küster habe schon darüber nachgedacht, seinen Sohn Michel auf eine andere Schule zu schicken — doch letztlich habe ihn das Konzept der IGS überzeugt. „Hier lastet nicht so ein hoher Leistungsdruck auf den Kindern“, sagt Küster und fügt hinzu, dass es an der IGS „ein sanfterer Weg der Schulformfindung“ sei. Sein Sohn Michel findet die Entscheidung gut, schließlich kann er so mit seinem Freund Pascal in einer Klasse sein. „Wir wollten zusammenbleiben“, stimmt Pascal Michel zu. Sie hätten zwar lieber noch länger Ferien gehabt, doch sei der erste Schultag an einer neuen Schule aufregender als Freizeit.

Kinder und Eltern warten gespannt auf die Klassenaufteilung. Fotos: Ohm

Doch die Aufregung ist nicht nur bei den 139 neuen Fünftklässlern der IGS und deren Eltern groß, sondern auch beim Lehrerkollegium. Während der Ferien habe man sich viele Gedanken um die Gestaltung des Unterrichts gemacht, erklärt Gudrun Kruppe, Rektorin der Sertürner Realschule und Leiterin der Planungsgruppe IGS. Es werde zwar immer noch der gleiche Unterrichtsstoff vermittelt, doch die Art der Vermittlung sei anders: angefangen beim Doppelstundenkonzept bis hin zur Vermittlung selbst. „Das miteinander und voneinander Lernen soll die sozialen Kompetenzen der Schüler steigern“, hofft Kruppe.

Dieses Prinzip klang für viele Hamelner Eltern verlockend, sodass die IGS 231 Anfragen bekam — und 92 Eltern enttäuschen musste. „Ich musste vielen Eltern sagen, dass es leider keine Möglichkeit für ihr Kind gibt, noch aufgenommen zu werden“, sagt Kruppe. Da an der IGS die Klassenverbände nicht durch Sitzenbleiben auseinandergerissen werden, werden auch keine Plätze frei. „Höchstens wenn Kinder umziehen oder sie von der Schule abgemeldet werden, werden Plätze frei“, erklärt Kruppe. Für zugezogenen Schüler, die vorher bereits an einer IGS unterrichtet worden sind, seien aber Reserveplätze vorhanden.

Seit 2008 erstmals über die Schaffung einer IGS diskutiert wurde, habe die Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses Christa Bruns auf diesen Tag gewartet. Nun beobachtet sie mit Spannung, wie sich alles entwickelt. Ähnliche Worte fand auch die Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann in ihrer Begrüßungsrede. „Es ist ein großer Tag für Hamelns Schulen und ich freue mich, hier eine neue Schulform eröffnen zu können“, so Lippmann.



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