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DRK-Ortsvereinsvorsitzender Wilfried Altkrüger hält an seiner Kritik am Kreisverband fest

Ein Friedensangebot hört sich anders an

Hameln (ni). „Der Ortsverein Hameln wird jetzt genauso behandelt wie alle anderen Ortsvereine auch“, sagt Wilfried Altkrüger und lässt bei jedem Wort tiefstes Bedauern durchklingen. „Wir haben keine Sonderrechte mehr“, stellt der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Hameln fest und kann nur mühsam verbergen, dass er sich vom DRK-Kreisverband Hameln-Pyrmont mit Landrat Rüdiger Butte an der Spitze unterjocht fühlt. Und wenn die Mitgliederversammlung des Ortsvereins nächsten Donnerstag über den Vertrag abstimmt, der die Zusammenarbeit zwischen Ortsverein und Kreisverband neu regeln soll, wird Altkrüger nach Monaten der Auseinandersetzung mit dem Kreisverband nicht plötzlich auf Harmonie umschalten. „Die Mitglieder haben Anspruch darauf, zu erfahren, wie das in den Verhandlungen gelaufen ist“, sagt er und kündigt an: „Ich werde die Positionen unseres Vorstandes darstellen, die sich in dem Vertrag nicht wiederfinden.“

veröffentlicht am 09.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:21 Uhr

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Der Vertrag ist noch Verschlusssache. Zu Einzelheiten äußert sich Altkrüger nicht. Ausgehandelt wurde die Vereinbarung von Mediatoren, die die beiden Kontrahenten benannt hatten. Allerdings zu einer Zeit, in der der Ortsvereinsvorstand auf Betreiben des Kreisverbandes seines Amtes enthoben war und von einem Notvorstand geleitet wurde. Bis ein Gericht die Amtsenthebung für widerrechtlich erklärte, vergingen sechs Monate. „Als wir wieder im Amt waren, hatten sich die Mediatoren schon geeinigt und wir hatten keine Möglichkeit mehr, unsere Vorstellungen einzubringen“, sagt Altkrüger. Nur So viel verrät er über die neue Vereinbarung, die ihm ganz offensichtlich missfällt, weil sie das Ende einer schönen Ära einläuten soll: Der Ortsverein erhalte künftig weniger Geld vom Kreisverband, müsse sich die Bücher vom Kreisverband führen lassen, werde in seiner Autonomie beschnitten. Theoretisch könnte die Mitgliederversammlung den Vertrag ablehnen. Doch Altkrüger glaubt nicht, dass es dazu kommt. Die Mehrheitsverhältnisse im Hamelner Verein hätten sich „in jüngster Zeit durch Neueintritte zugunsten von Kreisverbands-Sympathisanten verschoben“, sagt er. Die Aktivisten, die schon jahrelang dem Hamelner Ortsverein angehören, seien inzwischen „vielleicht schon in der Minderheit“. Und darum werde das Ergebnis der Mitgliederversammlung am Donnerstag vermutlich ganz im Interesse des KV ausfallen. Nämlich Zustimmung zu der von den Mediatoren ausgehandelten Kooperationsvereinbarung, die der Kreisverband schon im Mai abgesegnet hat: und die nach Ansicht von KV-Chef Butte „eine für beide Seiten tragbare Lösung“ darstellt.

Altkrüger wird am Donnerstag das letzte Mal als Ortsvereinsvorsitzender agieren. Er stellt sich nicht erneut zur Wahl. Wer als potenzieller Nachfolger in den Startlöchern steht, weiß er angeblich nicht. „Da fragen Sie am besten den Geschäftsführer des Kreisverbandes“, gibt er zur Antwort. Schließlich habe der bei einer Betriebsversammlung des Kreisverbandes die DRK-Mitarbeiter aufgefordert, dem Ortsverein beizutreten und damit für eine Verlagerung der Gewichte in der Hamelner Organisation gesorgt. Gestärkt werde die KV-freundliche Fraktion innerhalb des Ortsvereins außerdem durch die Aktiven der Kreis-Bereitschaft, die nach der neuen Vereinbarung mit der Stadt-Bereitschaft unter der Regie des Ortsvereins zusammengelegt werde.

Zurzeit, so viel weiß Altkrüger immerhin, „laufen viele Gespräche hinter den Kulissen“. Offenbar versuchen sowohl Ortsverein-Getreue wie auch Kreisverband-Anhänger in ihrer jeweiligen Gefolgschaft Mehrheiten für einen eigenen Kandidaten um das Amt des Vorsitzenden zusammenzubringen.

Um Harmonie mit dem DRK-Kreisverband ist der Ortsvereinsvorsitzende Wilfried Altkrüger nicht bemüht.

Fotos: Dana/Wal



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