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Mitmachtheater in der Rattenfänger-Halle begeistert das Publikum / 350 Gäste eifrig dabei

Ein Flug in die Phantasiewelt des Peter Pan

Hameln (amg). All die wunderbaren Träume – futsch. Groß zu sein, ist manchmal wirklich kein Kinderspiel. Also bloß nicht erwachsen werden, dachte sich der kleine Junge und beschloss, einfach durchs Fenster davonzufliegen an einen Ort, an dem er für immer Kind bleibt. Und weil dieses Nimmerland überall da sein kann, wo man nur ganz fest an etwas glauben muss, damit es passiert, verwandelte sich jetzt auch die Rattenfänger-Halle in die bunte Phantasiewelt des Peter Pan. Mit ihm flogen 350 kleine und große Gäste ihren Traum.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 05:41 Uhr

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„Nimm deine Sehnsucht und mach sie zu Flügeln“, sang der kecke Peter Pan (Jan Radermacher) und nahm Erwachsene und Kinder mit auf eine abenteuerliche Reise in sein Märchenland. Vor dem Aufbruch aber musste eine „Phantasiekontrolle“ durchgeführt werden. Regisseur und Autor Christian Berg, der als Erzähler auf die Bühne trat und später in die Rolle des Captain Hook schlüpfte, ließ alle die Vorstellungskraft herauskramen. Davon hatte sich das Publikum reichlich in die Taschen gestopft: 350 Augenpaare schlossen und konzen-trierten sich auf den Traum-Flug – und 30 Sekunden später läuteten auch schon die Glocken von Big Ben.

Geschichte startet in London

Obwohl Christian Berg, Komponist und Liedermacher Konstantin Wecker und Choreografin Silvia Varelli nicht streng nach der Buchvorlage des Autors James M. Barrie (1860–1937) vorgehen, nimmt die Geschichte von Peter Pan, dem Anführer der verlorenen Jungen, von Wendy (Kristin Bauersachs) und ihren Brüdern John (Stefan Rozyczka) und Michael (Cosima Heitmann) und der Fee Tinkerbell (Melanie Herzig) ihren Anfang in London, um sich dann im Nimmerland zu entfalten: Bunt, temporeich, humorvoll und – auch wenn einige Bemerkungen wohl nur die Erwachsenen verstanden haben – durchweg witzig präsentiert sich die Inszenierung. Natürlich wird kräftig (Feen)-Staub gewirbelt, gibt es Intrigen und turbulente Gefechte mit Säbeln und Nudelrolle. Doch am Ende zeigen selbst die Bösewichte, allen voran der verschlagene Captain Hook, der Tinkerbell für sich gewinnt und Wendy und Tigerlilly (Nina Henrich) entführt, ihre guten Seiten. Lacher verursacht eine offenbar zeitlose Thematik: der Zickenkrieg. Aber auch melancholische Töne werden angeschlagen. So etwa, als Wendy längst erwachsen ist und das Fliegen verlernt hat. Die jeweilige Stimmung unterstreichen Tanz und Musik von Konstantin Wecker.

Eine tragende Rolle spielen die Zuschauer: Mit Zaubersprüchen und Applaus retten sie manches Mal die Fee. Dabei hatte Berg zu Beginn noch befürchtet, dass es mit der Interaktion schwierig werden könnte. Bestätigt wurde diese Sorge nicht. Etliche Stühle blieben zwar leer, doch dass in einer Sporthalle schlecht Stimmung aufkommt, traf nicht zu. Die Begeisterung, mit der alle bei dem musikalischen „Mitmachtheater“ dabei waren, machte die geringe Besucherzahl wett.

Peter Pan: „Nimm deine Sehnsucht und mach‘ sie zu Flügeln.“

Eine Glanz-Nummer liefern zwei Mädchen, die Hook auf die Bühne holt: Michelle und vor allem die fünfjährige Annabel aus Groß Berkel, die sich mit einer köstlichen Mischung aus kindlicher Unbedarftheit und lustiger Schlagfertigkeit auf einen Dialog einlässt und den Eindruck erweckt, sie würde jeden Tag mit dem Superstar der Weltmeere auf dem Sofa in der heimischen Stube quatschen.



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