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In Hannover sind die Geschäfte dicht – in Hameln am verkaufsoffenen Sonntag umso voller

Ein Fest für den Handel

Hameln. Um 12 Uhr war das erste Parkhaus dicht, zwei Stunden später war auch in den anderen Tiefgaragen in Hameln kein freier Platz mehr zu haben. Nein, die Rede ist nicht von den letzten Shopping-Tagen vor Weihnachten, sondern vom verkaufsoffenen Sonntag nach dem Fest. „Volle Parkhäuser sind ein gutes Zeichen“, sagt Stadtmanager Dennis Andres und bestätigt damit den Eindruck, der nach der Bilanz der Netzleitstelle der Stadtwerke, die für die Tiefgaragen zuständig sind, erfolgte. „Der Termin funktioniert“, so Andres. Und zwar ohne weiteres Tamtam: Gutscheine, Geldgeschenke oder Umtauschwünsche sind Magnet genug für den Einkaufsbummel. Bei den für die Jahreszeit milden Temperaturen lockten sogar die Straßencafés zur Verschnaufpause beim Getränk im Freien.

veröffentlicht am 27.12.2015 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Nachdem die dreieinhalb Einkaufstage vor dem Weihnachtsfest laut Holger Wellner für viele Einzelhändler bereits besonders stark gewesen seien, weil sich das Weihnachtsgeschäft insgesamt nach hinten verschoben habe, waren die Geschäfte am Tag danach schon wieder gut gefüllt.

„Die Leute kommen nicht zum Bummeln, sondern sind mit vielen Tüten unterwegs“, bestätigt Andres. Nicht nur in der Innenstadt, auch bei den großen Elektro- und Möbelmärkten herrschte Andrang. „Dieser Sonntag funktioniert ohne ein eigenes Programm“, erklärt der Stadtmanager mit Blick auf die anderen verkaufsoffenen Sonntage mit Herbstmarkt oder Mystica Hamelon. Es sei eine Frage der Kundenfreundlichkeit, ihn anzubieten – die Geschäfte geschlossen zu halten, wäre mit einem Kaufkraftverlust verbunden, meint Andres und fügt hinzu: „Wir übertreiben es nicht, denn wir könnten acht verkaufsoffene Sonntage haben.“

Der Tag locke viele Auswärtige in die Stadt, bestätigt Wellner, der das anhand der Kundenkarten ermitteln kann. Der Einzelhandelssprecher verzeichnete einen „hohen Anteil von Kunden, die nicht aus der Region kommen“. Auswärtige hätten ihm erzählt, dass sie auf Verwandtenbesuch in Hameln seien. Neben den Lipper Kennzeichen sah man gestern auch Nummernschilder aus Hannover. Dort mussten die Geschäfte geschlossen bleiben. Das Verwaltungsgericht hatte im Oktober auf Antrag der Gewerkschaft Verdi die Genehmigung für den geplanten verkaufsoffenen Sonntag am 27. Dezember aufgehoben. Die hannoverschen Einzelhändler waren entsprechend enttäuscht, sie mussten auf einen Millionenumsatz verzichten.“ Ein zeitgleich verkaufsoffener Sonntag in Hannover schade Hameln nicht, weiß Andres aus der Vergangenheit. Aber vielleicht habe sich der eine oder andere deshalb auf den Weg nach Hameln gemacht.

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  • Geschäfte voll, Parkhäuser dicht: Dieses Foto stammt nicht etwa vom Weihnachtstrubel vor dem Fest, sondern vom Tag danach. Foto: Wal

Die Frage, ob der Shopping-Sonntag ausgerechnet nach Weihnachten sein muss, stellt sich 2016 übrigens nicht: Der 2. Weihnachtstag fällt im kommenden Jahr auf einen Sonntag. Und das verbiete sich dann doch. Neben Mystica im März und Herbstmarkt im Oktober soll es laut Andres im Mai Gelegenheit geben, an einem Sonntag einkaufen zu gehen – allerdings am Muttertag. Und der nicht mögliche „Weihnachts-Sonntag“ soll im Januar 2017 nachgeholt werden.



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