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Veranstaltung der Spätaussiedler zum Weltfrauentag im Schiller-Forum mit buntem Programm

Ein Feiertag – vor allem für russische Frauen

Hameln (git). „S prasdnikom 8. Marta“ – herzlichen Glückwunsch zum 8. März! Mit diesen Worten begrüßen wir uns in Russland zum Internationalen Frauentag“, erklärt Naima Urunova vom Hamelner Verein für Spätaussiedler und Rückwanderer (SDR). Seit 2000 lebt sie in Hameln und freut sich, dass es erstmals auch in der Rattenfängerstadt anlässlich des in Russland wichtigen und weltweit gefeierten Tages eine Veranstaltung gab.

veröffentlicht am 08.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 08:21 Uhr

Johann Neufeld stammt aus Sibirien und spielte anlässlich des We
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In Russland gibt’s Blumen und Geschenke

100 Vereinsmitglieder Freunde und Gäste des SDR hatten sich am Samstag im Forum des Schiller-Gymnasiums zusammengefunden, um gemeinsam zu feiern mit einem abwechslungsreichen Programm unter Mitarbeit unterschiedlichster Akteure. Hamelns Gleichstellungsbeauftragte Doris Becker war zu Gast, Kinder aus dem SDR trugen Gedichte vor und tanzten, die Seniorin Pelageaj Segienko spielte auf dem Akkordeon, und Mädchen aus dem Afferder Stadtteiltreff „Haltestelle“ sangen und tanzten ebenfalls. Doch es waren nicht allein die Frauen, die den Nachmittag gestalteten: Johann Neufeld, der 1992 aus Sibirien nach Hameln übergesiedelt war, beeindruckte seine Zuhörer mit Eigenkompositionen am Flügel, bevor die Band des Schiller-Gymnasiums rockte. Russland, Europa, Asien – Herkunft egal, gemeinsam wurde gefeiert, und so gab es auch noch einen Beitrag des tamilischen Vereins „Thamaialayam“.

Während in Deutschland wohl kaum eine Frau zu „ihrem“ internationalen Tag Geschenke bekommt, sieht das in Russland ganz anders, wie Naima Urunova und die Vorsitzende des SDR, Lydia Hoffmann, gegenüber der Dewezet berichten. Urunova erzählt: „Es gibt Blumen für uns Frauen, und wir werden an diesem Tag verwöhnt.“ Und „es ist immer ein besonderer Tag für uns“, erklärt Lydia Hoffmann. Sein Ablauf daheim in der Familie sei mit dem am Muttertag hier vergleichbar. Den Frauen werde das Frühstück ans Bett gebracht, der Ehemann und die Kinder machten den Haushalt, oft werde auch gemeinsam zum Essen in ein Lokal gegangen. Außerdem scheint zu gelten: „Früh übt sich“, denn, so erzählt Urunova aus der Heimat: „Geschenkt werde manchmal bereits am 7. März, wie etwa in der Schule, wo die Jungen die Mädchen mit kleinen Präsenten überraschen.“ Und sie selbst hat eine ganz persönliche Erinnerung an einen Internationalen Frauentag in Russland: „Damals ging ich noch zur Uni, und auf der Straße überreichte mir ein Verehrer Blumen und Parfüm. So etwas vergisst man nicht. Ich war total überrascht, denn ich wusste nicht, dass ihm an mir so viel lag.“

Eine russische Hommage an die Frau, genauer, an die Frauen, gab es aber auch in Hameln zum Abschluss der Feierstunde: gefühlvoll auf der Gitarre gespielt von den drei Herren Viktor Gogulinski, Michael Wostrikov und Jan Zipris.



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