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Ballspiele verboten? Anlage am Hühnerborn gibt Rätsel auf / Nachbarn drohen mit Polizei

Ein Bolzplatz, auf dem keiner bolzen darf

Hameln (joa). Was machen Kinder, wenn sie einen Spielplatz vor der Haustür haben, auf dem sich eine von hohem Maschendrahtzaun umgebene Wiese vorfinden, die zum Ballspielen gedacht ist? Sie spielen Ball! Und was machen Nachbarn, die am Eingang zur Wiese ein Schild vorfinden, auf dem ein Piktogramm das Fußballspielen verbietet? Sie jagen die Kinder davon, drohen sogar mit der Polizei. So derzeitige Praxis am Spielplatz am Hühnerborn.

veröffentlicht am 13.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 03:21 Uhr

Wer darf denn nun kicken? Junge Fußballfans und ihre Eltern sind
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Verärgert über diese Situation eines städtischen Fußballplatzes, der laut Beschilderung eigentlich keiner ist, ist Sandra Griese, Mutter des fußballbegisterten Linus (8), die am Fischerhof wohnt. Zusammen mit seinen Freunden Felix (8) und Bastian (9) ist er bereits mehrfach unter Verweis auf besagtes Schild samt Ball vom Spielplatz gejagt worden. Sandra Griese: „Irgendwie zeigt sich Hameln hier nicht gerade kinderfreundlich.“

Thomas Wahmes, Pressesprecher der Stadt, versucht auf Anfrage diesen gordischen Knoten eines Bolzplatzes, der eigentlich kein Bolzplatz ist, zu zerschlagen. Wahmes: „Der Spielplatz Hühnerborn verfügt im vorderen Bereich über eine Rasenfläche für freies Spielen. Auf dieser Fläche ist auch Ballspielen erlaubt.“

Also doch? Ja, aber doch nicht so ganz. Wahmes: „Der Platz ist jedoch kein Bolzplatz im herkömmlichen Sinne wie zum Beispiel die Plätze Schlägers Teich und Aubuschweg. Daher ist am Hühnerborn auch ein Spielplatzschild angebracht, das ein Piktogramm eines durchgestrichenen Fußballspielers enthält.“

Jetzt alles klar? Wenn noch nicht so ganz, ist ein Blick auf die spielerischen Details dieser Grünfläche nötig. Und den öffnet Hamelns Sprecher wie folgt: „Trotzdem ist hier Ballspielen, auch Fußball der kleineren Kinder oder zum Beispiel Vater mit Sohn, erlaubt und auch erwünscht. Die größeren Kinder und Jugendliche sollen aber für anspruchsvolleres Fußballspielen auf die ausgewiesenen Bolzplätze ausweichen.“

Anlieger können bei der Stadt anrufen

Und denjenigen diesseits und jenseits des Bolzplatzzaunes, die immer noch Schwierigkeiten mit der ordnungsgemäßen Nutzung des Platzes, der nun aber kein Bolzplatz ist, haben, macht Wahmes ein Angebot: „Wenn es hier Probleme gibt, weil das Schild missverständlich ist, würden wir gerne Kontakt zu den Kindern oder Anliegern herstellen. Es wäre aus unserer Sicht schade, wenn Kinder von dem Schild abgeschreckt werden oder von Anliegern auf ein Verbot jeglichen Ballspielens hingewiesen würden, das so nicht gemeint ist.“ Kinder oder Anlieger können gerne Kontakt mit der zuständigen Mitarbeiterin bei der Stadt aufnehmen (Monika Simon, Telefon 05151/202-1693).



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