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Pflegeeltern gesucht: Informationsveranstaltung am kommenden Dienstag

Ein bisschen Familienglück abgeben

Hameln-Pyrmont. Eine schöne, glückliche Kindheit in einer liebevollen Familie ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten Start ins Leben. Doch nicht alle Kinder haben dieses Glück, nicht alle können mit den eigenen Eltern zusammenleben und aufwachsen. Manchmal ist die Trennung von den Eltern, die aus unterschiedlichsten Gründen erfolgen kann, zeitlich begrenzt, manchmal von Dauer. Um diesen Kindern dennoch die Chance zu geben, in einem familiären Umfeld aufzuwachsen, können sie im Rahmen der sogenannten Vollzeitpflege von einer Pflegefamilie betreut werden. Doch damit das funktioniert, müssen sich auch im Landkreis Familien bereiterklären, sich um ein Pflegekind zu kümmern. Bei einer Informationsveranstaltung vom Pflegekinderdienst (PKD) am kommenden Dienstag im FiZ können sich interessierte Familien, Frauen und Männer über die wichtige Aufgabe informieren.

veröffentlicht am 13.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:21 Uhr

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„Unsere Aufgabe beim Pflegekinderdienst ist es, für das Kind die richtige Familie zu finden“, sagt Annette Kleine-Gödde, Teamleiterin des PKD. Im Vordergrund stehen dabei die individuellen Bedürfnisse des Kindes. Entscheidend sei letztlich auch, dass es zwischenmenschlich funktioniere. Ob Familien geeignet sind, Pflegefamilien zu werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zuallererst natürlich die Lust am Familienleben, die Freude an Kindern (mit allen Höhen und Tiefen) und der Wunsch, für ein Kind Verantwortung zu übernehmen. Doch auch Belastbarkeit, Offenheit und Geduld sowie Flexibilität und Kooperationsbereitschaft müssen die potenziellen Pflegeväter und -mütter mitbringen. Denn ebenso wenig wie ein bei einem eigenen Kind ist das Zusammenleben mit einem Pflegekind immer einfach. „Den potenziellen Pflegeeltern muss klar sein, worauf sie sich einlassen“, sagt Kleine-Gödde.

Katharina und Stephan Haacke sind Pflegeeltern. Sie haben sich vor rund eineinhalb Jahren dafür entschieden, ein damals zweijähriges Mädchen in ihre Familie aufzunehmen. „Wer uns heute gemeinsam mit unseren leiblichen Kindern sieht, kann keinen Unterschied erkennen“, sagt Katharina Haacke. „Die Kleine ist für mich wie meine eigene Tochter“, sagt Stephan Haacke. Wie in allen zwischenmenschlichen Beziehungen gebe es ebenso tolle Tage wie „Gegenteil-Tage“. Wichtig sei es jedoch als Pflegeeltern, bereit zu sein, mit den leiblichen Eltern und dem Jugendamt zusammenzuarbeiten und den Besuchskontakt zu unterstützen. Motivation, ein Pflegekind in ihre Familie aufzunehmen, sei gewesen, ihr Familienglück teilen, etwas abgeben zu wollen.

Erste Anlaufstelle für die Betreuung von Pflegekindern ist der PKD des Landkreises. Er kümmert sich um die Vorbereitung auf die Aufnahme eines Pflegekindes, begleitet die Familie während des Zusammenlebens mit Beratung und Hausbesuchen, bietet Fortbildungen für Pflegeeltern an und zahlt Pflegegeld sowie die Beiträge zur Unfall- und Alterssicherung. Wer sich vorstellen kann, einem Kind die Chance auf ein Familienleben zu ermöglichen, kann sich bei einer Informationsveranstaltung des Pflegekinderdienstes am Dienstag, 18. Juni, um 18 Uhr im FiZ (Familie im Zentrum, Osterstraße 46) informieren.red



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