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Ein Betonklotz an der Weser sorgt für Aufsehen

veröffentlicht am 12.10.2009 um 18:20 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Sockel

Hameln (kar). Da steht er – unübersehbar und auf den ersten Blick ziemlich sinnlos: ein grauer Betonklotz am Wehr, der Passanten auf der Weserbrücke Rätsel aufgibt und für Kopfschütteln sorgt. Während die einen spekulieren, dass der knapp drei Meter hohe Koloss irgendetwas mit Weser und Schifffahrt zu tun haben könnte, vermuten andere, dass es sich wohl um eine moderne Skulptur handeln muss. Und liegen damit nicht ganz falsch.

Denn: Das Betonbauwerk ist ein Sockel. Und der erste sichtbare Schritt zur Umsetzung eines Projektes, das vor fünf Jahren geboren wurde.
 Für diesen Sockel rackern Auszubildende der Eugen-Reintjes-Berufsschule unter Leitung ihres Lehrers Manfred Wehner, stellen Holzverschalung und Stahlbewehrung her. Dann wird das „Gerüst“ für den Betonklotz an die Weser transportiert und dort mit Beton ummantelt. 4,8 Kubikmeter Beton, die Ha-Be und Weser-Frischbeton spenden, werden für den Sockel gebraucht. Schiffe vom Schifffahrtsamt laden den Beton hinter der Wesermühle auf, bringen ihn zur Insel am Wehr. Unermüdlich schaufeln die Schüler den Beton in die Verschalung.  Fünf Tag brauchen sie, bis das Werk vollendet ist. Drei Meter hoch ist jetzt der Sockel an seiner höchsten Stelle. 11,2 Tonnen wiegt der Koloss in Kegelform.
 Ein stabiles Fundament – für die grazile Ratte, die dort ihren Platz finden soll. Denn: Der Betonklotz ist der Sockel für eine Stahlskulptur: für die „tanzende Weserratte" von Elena Glazunova. Ihre Skulptur aus Edelstahl soll demnächst den Sockel krönen.

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