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An Sportplätzen soll nicht aufs Bier verzichtet werden müssen

„Ein Alkoholverbot wäre kontraproduktiv“

veröffentlicht am 26.09.2016 um 19:06 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:24 Uhr

Philipp Killmann

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Reporter zur Autorenseite

Alkoholverbot in Sporthallen und auf Sportplätzen? – Moooment mal! So in etwa die Reaktion im Ausschuss für Kitas, Schulen und Sport. Der hatte eigentlich vor allem über eine aktualisierte Gebührenordnung zu befinden, in der geregelt ist, wer viel Geld zahlen muss, um die städtischen Sportanlagen zu mieten. Der Alkohol-Passus in der dazugehörigen Satzung war offenbar neu und wurde nicht ganz emotionslos diskutiert.

Das Rauchen ist nicht gestattet? Geschenkt. Kein Alkohol in den Schulräumen? Selbstverständlich. Aber kein Alkoholkonsum in den Sporthallen und auf den Sportplätzen? Das ging einigen Ausschussmitgliedern dann doch zu weit. „Die Vereine werden dagegen verstoßen“, kündigte Ausschussmitglied Gerhard Paschwitz (CDU) kopfschüttelnd an.

Der Hinweis von Verwaltungsmitglied Andreas Breitkopf auf Paragraf 9, wonach die Stadt Hameln „auf Antrag Ausnahmen von den Vorschriften dieser Satzung (zum Beispiel dem Alkoholverbot) zulassen“ könne, vermochte weder Paschwitz noch Thorsten Sander (ebenfalls CDU) zu überzeugen. Folgerichtig stimmten alle beide für eine Streichung des Alkoholverbots in Paragraf 3, Absatz 7.

Ganz anderer Auffassung war dagegen Herbert Habenicht (FDP), seines Zeichens Schulleiter. Er argumentierte, dass „Alkohol ein Problem bei Jugendlichen“ sei. Im Umkehrschluss signalisiere man ohne Alkoholverbot doch, „das Saufen in Sportstätten ist gestattet“. Doch es half alles nichts.

Am Ende stimmte der Ausschuss mehrheitlich für die Streichung des Alkoholverbots. Mit dem Argument: Die Mitglieder der Sportvereine möchten nach dem Sport Alkohol trinken. Ein Verbot wäre daher kontraproduktiv.

Ach, und: Auch die neue Gebührenordnung wurde dann noch abgenickt. Die Miete für die schulfremde Benutzung der städtischen Sportanlagen und Schulräume soll leicht erhöht werden. Folglich rechnet die Verwaltung mit einer leichten Steigerung der Einnahmen.



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