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Jetzt soll’s für Hochzeitshaus eine Ideenbörse geben

„Eierlegende Wollmilchsau“ ist noch nicht gefunden

Hameln (CK). Das „Interessenbekundungsverfahren ist am 15. Januar abgelaufen, doch das Interesse an den Räumlichkeiten im Hochzeitshaus, die nach der Insolvenz der Erlebniswelt Renaissance leerstehen, hält sich in engen Grenzen. Und das, obwohl die Hamelner nach den Worten von Stadtdirektor Eckhard Koss alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben. „Wir haben auch in überregionalen Zeitungen inseriert, haben das Projekt ins Internet gestellt, doch das Ergebnis ist gleich null“, so Koss vor dem Ausschuss für erneuerbare Energien, Bau und Umwelt.

veröffentlicht am 21.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 07:21 Uhr

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Gesucht wird bekanntlich jemand, der in den Räumen der früheren EWR gehobene Gastronomie anbietet, wobei dieser „Jemand“ natürlich auch noch investieren müsste. Mit anderen Worten: ein Gastronom mit Geld, fast so etwas wie eine „eierlegende Wollmilchsau“. Nach den Worten des Baudezernenten hat es zwar durchaus Interessenten gegeben, die das Objekt für ihre Zwecke hätten anmieten wollen – ernsthafte Investoren seien aber nicht darunter gewesen.

Jetzt denkt die Stadt nach Auskunft von Koss über ein eher „niederschwelliges Angebot“ nach, denkbar sei so etwas aus den Bereichen Soziales, Kultur oder Tourismus. Aber: Dabei müssen wir natürlich die Folgekosten im Auge behalten“, mahnte Koss auch die Politiker.

Was künftig mit dem Gebäude passieren soll, in dem die alte EWR während der gesamten Zeit nur Negativschlagzeilen produziert hatte, ist derzeit noch völlig offen. Aber die Zeit scheint zu drängen, und das nicht allein deshalb, weil die Immobilie durch den Leerstand in ihrer Substanz ja nicht besser wird. Vielmehr wird in diesem Jahr auch die Sanierung der Osterstraße in Angriff genommen, und da würde es sich nicht gut machen, wenn ausgerechnet das (neben dem Rattenfängerhaus) zentrale historische Gebäude dieser Straße weiter ohne Mieter bliebe. Doch Koss will Hamelner Bürger jetzt „mitnehmen“: Ihm schwebt eine Art Ideenbörse vor, allerdings auf geregelten Grundlagen – „damit wir dann nicht Hunderte von Vorschlägen bekommen, die vielleicht gar nicht realistisch sind.“

Das Gerücht, das sich in Hameln hartnäckig hält und wonach die Fastfood-Kette McDonalds gern ins Hochzeitshaus ziehen möchte, entbehrt offenbar jeder Grundlage. „Unser Mietvertrag in der Bäckerstraße läuft noch dieses gesamte Jahr. Und wir haben die Option, zu verlängern. Das Hochzeithaus kommt für uns jedenfalls definitiv nicht infrage“, versichert Regina Klausch, Abteilungsleiterin Community Relations.

Das Hochzeitshaus steht weiter leer, jetzt sollen sich die Bürger an einem Ideenwettbewerb beteiligen.



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