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Hamelner Tafel und der Dioxin-Skandal: Große Spenden von Läden

Eier – für Bedürftige ein Luxus

Hameln (kar). „Eier sind für unsere Kunden Luxusartikel“, gibt Hartmut Kahle unumwunden zu. Umso mehr freut sich der Vorsitzende der Hamelner Tafel jetzt über die Spende von 200 Zehnerkartons mit Eiern von heimischen Lebensmittelläden. „So große Mengen bekommen wir sonst nicht einmal nach Ostern“, sagt Kahle. Schuld ist der Dioxin-Skandal. Und damit verbunden: die Kaufzurückhaltung der Kunden. Viele Lebensmittelläden bleiben jetzt auf ihren Eiern sitzen und spenden diese der Tafel. Werden deren Kunden damit zu Verbrauchern zweiter Klasse, die essen sollen, was andere lieber vermeiden? „Nein“, sagt Kahle: „Die Eier sind überprüft worden. Sie sind in Ordnung.“ Anhand der Nummern lässt sich die Herkunft feststellen. Die gespendeten Eier seien unbedenklich. Das Verfallsdatum auch nicht überschritten.

veröffentlicht am 19.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 07:41 Uhr

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80 bis 100 bedürftige Familien werden pro Ausgabetag in der Ruthenstraße von der Tafel mit Lebensmitteln versorgt. Und fast alle, die gestern anstanden, nahmen nur allzu gern Eier mit: „Unsere Kunden freuen sich über diesen unerwarteten Luxus“, sagt Kahle: „Denn Eier kann man für so viele Speisen verwenden.“ Auch spürbar mehr Puten- und Schweinefleisch wurde der Tafel gespendet: „Hier fehlen uns aber die Überprüfungsmöglichkeiten“, räumt Kahle ein. Die Lebensmittelausgabe an Bedürftige findet in der Ruthenstraße an vier Wochentagen statt und ist wie ein kleiner Laden mit Ladentheke, Regalen und Kühlschrank organisiert. Die Waren werden entsprechend der Personenzahl, die auf der Kundenkarte steht, verteilt. Dabei würden Kundenwünsche so weit wie möglich erfüllt, sagt Kahle, die Abgabe richte sich jedoch immer nach dem jeweiligen Angebot und dem vorhandenen Vorrat: „Bei frischer Ware ist der oft sehr begrenzt.“

Auch in Hameln müssen immer mehr Menschen ihren Lebensunterhalt mit geringem Einkommen bestreiten. „Gespart wird dann oft am Essen“, weiß Kahle. Andererseits gibt es Lebensmittel im Überfluss. Und Ware, die aussortiert und oft gedankenlos entsorgt wird. Hier bittet die Tafel um Spenden. Und gibt diese für einen kleinen Betrag an Menschen in Notsituationen weiter.

www.hamelner-tafel.de



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