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Ein Mann, ein Wort

Ehrenkreisbrandmeister Dieter Wortmann ist tot

KLEIN BERKEL. Er hat die Feuerwehr in den Mittelpunkt seines Lebens gestellt – ja, man könnte sagen: Dieter Wortmann hat Feuerwehr gelebt, wie kaum ein anderer. Ihr hielt er die Treue. Zuletzt als Leiter des Museums des Kreisfeuerwehrverbandes Hameln-Pyrmont in Kirchohsen, das er durch sein überaus großes Engagement und sein unermüdliches Wirken weit über die Grenzen des Landkreises bekannt gemacht hat. Nach längerer schwerer Krankheit ist Ehrenkreisbrandmeister Dieter Wortmann gestorben – drei Tage vor seinem 81. Geburtstag.

veröffentlicht am 17.02.2018 um 12:00 Uhr
aktualisiert am 17.02.2018 um 14:32 Uhr

Starb wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag: Ehrenkreisbrandmeister und Museumsleiter Dieter Wortmann. Foto: Archiv/sbr
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

In Hameln geboren und aufgewachsen trat Wortmann bereits 1956 in die Feuerwehr Hameln ein. 1974 begann sein Aufstieg. Erst stellvertretender Ortsbrandmeister, dann Ortsbrandmeister und stellvertretender Stadtbrandmeister von Hameln. Dieter Wortmann übernahm Verantwortung, investierte seine Freizeit in das Wohl der Bürger. Getreu dem alten Feuerwehrmotto: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Auf Kreisebene folgten viele Jahre als Kreisausbildungsleiter und als stellvertretender Kreisbrandmeister. Von 1987 bis 1997 stand Dieter Wortmann an der Spitze der Kreisfeuerwehr. Er war Kreisbrandmeister und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Hameln-Pyrmont.

Während der Trauerfeier, die am Donnerstag im engsten Familien- und Freundeskreis an seinem Wohnort Klein Berkel stattfand, beschrieb der amtierende Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke den Verstorbenen so: „Seine Amtsführung war gekennzeichnet durch preußische Pflichterfüllung. Er verstand es, diesen Maßstab nicht nur bei sich, sondern auch bei anderen anzulegen.“ Jeder, der Dieter Wortmann näher gekannt hat, wird diesen Worten zustimmen. Was Dieter versprach, das hielt er auch. Er war ein Mann der klaren Worte, dabei stets höflich, zuvorkommend – und überaus korrekt. Seine Entscheidungen waren durchdacht. „Sein Handeln, sein Wissen und seine Verlässlichkeit prägten nachhaltig das Ansehen der Kreisfeuerwehr bei Verwaltung, Politik und Firmen“, sagte Wöbbecke auf der Trauerfeier über seinen Kameraden.

Ohne Zweifel: Dieter Wortmann hat der Feuerwehr gutgetan und sehr viel bewegt. Die ihm zahlreich verliehenen Ehrungen, darunter das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und Gold und die Florian-Medaille der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr, zeugen davon. Als er aus dem Amt ausschied, würdigte der Kreistag seine Verdienste um die Feuerwehr Hameln-Pyrmont mit dem Titel des Ehrenkreisbrandmeisters. Noch im Dezember erhielt Wortmann das Ehrenzeichen für seine 60-Jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

„Mit Dieter Wortmann haben wir eine Führungspersönlichkeit verloren, die gerade nach der Gebietsreform im Ausbildungsbereich viele Weichen für die Kreisfeuerwehr neu gestellt hat“, sagt Kreisbrandmeister Wöbbecke. Kein Zweifel: Dieter Wortmann fehlt.

Mir werden sein Lächeln, seine humorvolle Art und seine stets gut gemeinten Ratschläge fehlen.

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