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Viel zu tun an der Pluto

Ehemaliges Minensuchboot wird saniert

HAMELN. Radfahrer und Spaziergänger werden es bemerkt haben: An der Weser wird gewerkelt. Das ehemalige Minensuchboot „Pluto“, was schon seit 1988 nahe der Sumpfblume vor Anker liegt, wird saniert.

veröffentlicht am 01.08.2016 um 13:48 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:47 Uhr

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Autor:

Diana Koschorreck
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Im Moment ist die Backbordseite dran – also für Landratten: die dem Anleger zugewandte linke. „Das war auch dringend nötig“, sagt Fritz Grube, der 1. Vorsitzende der Marinekameradschaft Hameln, die das Boot seit 1992 als Vereinsheim nutzt, „schließlich sehen die Leute auf dem Radfahrweg diese Seite zuerst. Und weil sie so ein Schiff sonst nirgendwo zu sehen bekommen, soll die Pluto schon einen guten Eindruck machen.“

Zuletzt sei diese Schiffseite vor „acht bis zehn Jahren“ bearbeitet worden. Damals wurde sie lediglich übergestrichen. „Aber jetzt wollen wir es richtig machen und uns viel Zeit dafür nehmen“, sagt Fritz Grube, „dann haben wir vielleicht erst einmal vier oder fünf Jahre Ruhe.“ Das Holz wird abgeschliffen, wenn nötig auch erneuert, verspachtelt, grundiert und schließlich gestrichen – zwei Mal. Für den Anstrich wird zudem spezielle Farbe benötigt. „Wir können nicht einfach irgendwas nehmen – das ist vorgeschrieben“, sagt der Vorsitzende der Marinekameradschaft. „Ral 7000“ heißt die graue Farbe für Minensuchboote.

Die Arbeiten an der Backbordseite der Pluto sind nur ein Teil der Sanierung, die die Marinekameradschaft schon im letzten Jahr begonnen hat. Das ganze Boot soll Stück für Stück erneuert und ausgebessert werden. Die nächste Etappe ist das Sommerfest auf der Pluto am Sonntag, 21. August. „Wir hoffen, bis dahin mit dem ersten Anstrich der Backbordseite fertig zu sein“, sagt Grube.

Blick in die Historie: Die Pluto wird am 30. Januar 1988 über die Weser nach Hameln geschleppt. Noch mehr historische Fotos in der „Zeitreise“ im Premium-Bereich von dewezet.de! Foto: Fietzek

Die Sanierung nimmt viel Zeit in Anspruch, weil die Kameradschaft alles in Eigenregie macht. Einmal in der Woche treffen sich etwa acht Mitglieder zum gemeinsamen Werkeln. Die 8000 bis 10 000 Euro für das Unterfangen bringt der Verein selbst, unter anderem durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, auf. „Aber wir machen das gerne. Wir sind es den Männern der Marine und auch der Stadt Hameln schuldig, dass dieses Schiff erhalten bleibt“, sagt Fritz Grube.

Im nächsten Jahr steht dann die Aufarbeitung der Steuerbordseite auf dem Plan. „Hier wurde beim letzten Mal mit einer Stahlfarbe gestrichen“, sagt Grube, „weil die Pluto aber fast nur aus Holz besteht, war das natürlich falsch und die Farbe platzt jetzt ab. Das muss neu gemacht werden.“

Wer sich von den Arbeiten an einem der wenigen, noch gut erhaltenen ausgemusterten Minensuchboote selbst ein Bild machen möchte, kann einfach vorbeischauen. Fritz Grube lädt immer gern dazu ein, auch das Innere der Pluto genauer kennenzulernen. Der ehemalige Maschinenraum wurde zum Gastraum umgestaltet, aber zum Beispiel die echte Kapitänskajüte ist noch erhalten.

Jeden Sonntag ab 10 Uhr ist zudem jedermann zum Frühschoppen „mit vielen netten Leuten“ auf die Pluto eingeladen.



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