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Ehemaliger Stadtmanager kehrt durch die Hintertür zurück

veröffentlicht am 31.08.2012 um 18:12 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Schlichte Schlichte-Group

Hameln (ni). Die Mehrheitsgruppe möchte wissen, welche Vor- oder Nachteile es hätte, das Hamelner Theater in eine andere Rechtsform, zum Beispiel in eine GmbH, zu überführen. Die Stadt hat den Auftrag extern an den ehemaligen Stadtmanager Stefan Schlichte übertragen und löst damit Erstaunen bei der Politik aus.

Die Politik ist verwundert über den Beratervertrag für Museum und Theater mit ehemaligem Stadtmanager Stefan Schlichte.  Wie es aussieht, hat die Verwaltung diesen Prüfauftrag jetzt an den Geschäftsführer der Schlichte-Group weitergereicht. Und wie es heißt, soll der externe Berater Schlichte die Fragestellungen erarbeiten, die dann ein mit der Untersuchung zur Änderung der Rechtsform zu beauftragendes externes Fachbüro dann abarbeiten soll. „Umständlicher geht wohl kaum“, sagt die grüne Fraktionsvorsitzende Ursula Wehrmann. Und gänzlich unverständlich sei ihr, „warum man dafür einen Herrn Schlichte braucht, statt sich der Kompetenz unserer Theaterleiterin zu bedienen“. Nicht nur, dass Dorothee Starke ohnehin auf der Gehaltsliste der Stadt stehe. Die Theaterwissenschaftlerin habe sie sich mit der Thematik auch schon intensiv beschäftigt – nämlich in ihrer Magisterarbeit die Wirtschaftlichkeit von Theaterbetrieben in unterschiedlichen Rechtsformen verglichen.

Von Dezember 2010 bis Ende 2011 war der inzwischen selbstständige Unternehmer Schlichte per Dienstvertrag mit Koordinierungsaufgaben in der Endphase der Museumserneuerung betraut. Im Mai hat ihn die Verwaltung erneut für 13 Monate als externen Dienstleister eingekauft.

Kritik wegen „externer Berater“ handelte sich die Verwaltung erst kürlich bei den Beratungen zur Neubau der Halle Nord ein. Damals ärgerte sich Wehrmann vernehmlich darüber, dass ein Architekturbüro wegen der Frage des Niedrigenergie-Standards zurate gezogen wurde, obwohl die heimische Klimaschutzagentur die Infos gratis hätte liefern können.

Antworten und Hintergründe lesen Sie in der Dewezet.

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